Levéltári Közlemények, 74. (2003)

Levéltári Közlemények, 74. (2003) 1–2. - FORRÁSKÖZLÉSEK - Tuza Csilla: Egy miniszteri biztos jelentése Zemplén megyéről 1850-ben / 269–299. o.

288 Forrásk özlése k Ujhely ist der Glanzpunkt des Handels, wo der Adél des Komitats seinc Bedürfnisse befriedigt. Seh lebhaft sind die dortigen Getreidemarkte. Zu Zcmplin bestehen grossartige Borstenviehmárkte. Der Pferdehandel blüht in und um Varanó. Mit der Regulierung der Theiss und derén ungehinderten Benützung durch die Dampfschiffahrt wird sich der Handel der ganzen Gegend bedeutend heben. Eben so steht zu erwarten, dass durch verbesserte Kommunikationen nach Galizien die kommerziellen Beziehungen des Komitats gewinnen werden. Der Entwicklung der Industrie im Norden des Komitats stand dessen unnatürlichen Verbindung mit dem entfernten, ganz anders gestalteten, den Komitatssitz enthaltenden Tokajer Landstriche entgegen. Die Thátigkeit der Komitatsregierung reichte nicht bis in den fernen Norden, der sich selbst überlassen blieb, und wo nur Juden den höheren Stand bildeten. Mit der EröíTnung des Regierungsbezirkes zu Homonna wird auch der Norden des Komitats sein eigenes Centrum gewinnen. und sicher aufblühen; das Komitat wird naturgemass in zvvei nach Nationalitáten und Interessen verschiedene, sich nicht mehr behindernde Theile zerfallen. Die stiefe Stufe der Gewerbe ist auch durch den Druck zu erklaren, unter welchem das Zempliner Stádtewesen sich befindet, worüber untén das Weitere. Das Zempliner Komitat wird jetzt in 10 Bezirke eingetheilt, hat 28 stadteartige Márkte, 417 Dörfer. 15 Pussten. Die Bevölkerung betragt235 814 Seelen 33 459 Ruthenen 81 789 Slawen 99 185 Ungarn 19 807Juden Der Religion nach theilen sich die Bewohner in: 85 034 Röm. Katholiken 75 047 Griech. Unierte 249 Griech. nicht unierte 5751 Evangelische 48 807 Reformierte 19 807Juden Das Komitat hat 111 4/16 Quadratmeilen. Der Stamm der Deutschen ist zumeist in der Hegyalja angesiedelt, und besteht dórt seit den Josephinischen Zeiten, erzeichnet auch durch einen vortrefflichen Wirtschaftsbetrieb aus, und dient den übrigen in dieser Beziehung zum Muster. Die wenigen Ortschaften, wo Deutsche wohnen, nehmen immer mehr und mehr das ungarische Sprachelement ihren Schooss auf. Die Zeit des magyarischen Sprachzwangs erdrückte sie beinahe ganz. Bei der mit uns gepílogenen Unterredung wagten die Abgeordneten der deutschen Ortschaften kaum die schüchterne Bitté, ob es ihnen nun erlaubt ware, sich ihrer Muttersprache in den Schulen und Gemeinderechnungen zu bedienen. Es waren diese Leute, denen man Intelligenz, Kraft und gute Sitté an den Augen ansieht, in Schutz zu nehmen, dessen sie unter den sie umwogenden magyarischen Elemente so sehr bedürfen. Die jüngste Generation versteht schon nicht mehr die Sprache ihrer Grosseltern. Die Ungarn habén den Síiden des Komitats inne sie sind ein kraftiges Volk, das aber in der Kultur etwas zurück steht. Die grosse Masse des Kleinadels (16 752) ist durch die Ungebundenheit der letzten Dezennien sehr demoralisiert; sein Erwerb bestand in den Früchten der Wahlbestechung, welche ihn turbulent, intrigant, gegen jeden anderen mit mehr Mühe verbundenen Erwerb abgeneigt machte. AngriiTe gegen das Eigenthum waren bei ihm an der Tagesordnung. er konnte sich dieselben ungestraft erlauben. denn die Richter gingen aus seiner Wahl hervor. Die fliegende Truppé der Opposition, welche mit steigender Kühnheit der gemassigten Parthei in ganz Ungarn den Boden streitig machte, und nach und nach sie verdrangte, welche bei allén Kongregationen durch Poltern und Insultiren die Redner terrorisirte. und die Wahlhergang in ihre Gewalt nahm. die Gesellschaft der so genannten Szegény legény hat ihren Ursprung im Zempliner Komitate. Der hohe Adél ist in jeder Beziehung ausgezeichnet.

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