Levéltári Közlemények, 58. (1987)

Levéltári Közlemények, 58. (1987) 1–2. - Lakos János: A „Generális” bukása : adalékok Tisza Kálmán lemondásának okaihoz / 147–158. o.

158 Lakos János A ,,Generális" bukása Автор рассеивает поверье, по которому Калман Тиса выступал за защиты законного обеспечения подданства Лайоша Кошута даже и после выпуска его письма от 09. 12. 1889 г. из города Арад. В письме он осуждает систему дуализма и не признаёт королевство Ёжефа Ференца. А с другой стороны автор показывает, что на дальнейшее удержание власти премьер имел шансы до последней минуты, так как король трудно расставался с ним. Последний итог работы: осложения вопроса вокруг Лайоша Кошута формировал не Калман Тиса так, чтобы уйти с позиции премьера протерпевшим поражение в защите популярного дела. Тем более группы, поддерживающие правительство, то есть их представители в правительстве и придворные круги вели дела так, чтобы свергнуть Калмана Тису. При­чина их стремлений заключалась в том, что эти группы считали премьера уже бременем и препятствием политического прогресса. DER STURZ DES »GENERALS« (Beiträge zur Demission des Ministerpräsidenten Kálmán Tisza) János Lakos Die ausgehenden 1880-er Jahre weiden in der Historiographie oft als die Anfangs­phase der Krisenperiode des Dualismus in Ungarn beschrieben. Als Zeichen dafür wird die parlamentarische Wehrgesetzdebatte angeführt, die die Position des 13 Jahre lang regierenden Ministerpräsidenten, Kálmán Tisza erschütterte. Am Ende der Debatte über das neue Wehrgesetz konnte Tisza doch an der Macht bleiben, weil seine Person und seine Liberale Partei, die im Parlament über eine grosse Mehrheit verfügte, dem Herrscher die Bürgschaft für die Aufrechthaltung des Dualismus darstellte. Die von Albert Apponyi geführte "Gemäßigte Opposition" und die Unabhängigkeitspartei eröff­neten nachher ständig scharfe und skrupellose Angriffe gegen seine Person, um ihn zu stürzen. Die Zeitgenossen und die Mehrheit der späteren historischen Werke behaupten, daß Tisza in dieser Situation die politische Unmöglichkeit seines weiteren Regierens schon erkannte und den Gedanken des Rücktrittes erwägte, nur wartete er bloß darauf, seine Demission als Fallender Gemäßigte einer populären nationalen Sache inszenieren zu können. Laut dieser Interpretation nahm er die Frage der ungarischen Staatsbürgerschaft des emigrierten Lajos Kossuths als unmittelbaren Anlass für seine Abdankung. Der Vf. bestreitet die Behauptung, daß Tisza auch nach dem Bekanntwerden des s.g. Arader Briefes vom 9. Dezember 1889, in dem Kossuth das dualistische System scharf verurteilte und die Rechtmässigkeit der ungarischen Königswürde von Franz Joseph in Abrede stellte, bereit war, das Staatsbürgerschaftsgesetz in dem Sinne abzuändern, daß Kossuth in jedem Fall das Recht auf die ungarische Staatsbürgerschaft bewahrt werde. Andererseits wird es aufgezeigt, daß der Regierungschef bis zum letzten Moment Chance hatte, sein Amt zu behalten, weil sich der Herrscher von ihm nur mit schwerem Herzen scheiden wollte. Die Schlussfolgerung: Tisza war nicht, der die Verwicklungen um die Kossuth-Frage so gesteuert hatte, die dann sein wirkunsvolles Abtreten herbei­führten. Die Frage der Staatsbürgerschaft Kossuths wurde viel mehr von bestimmten Hofkreisen und Teilen der Regierungspartei, die die Person Tiszas als Belastung und Hin­dernis der politischen Entfaltung betrachteten, als Anlass zur Stürzung des langjährigen Ministerpräsidenten ausgenützt .

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