Levéltári Közlemények, 56. (1985)
Levéltári Közlemények, 56. (1985) 1. - FORRÁSKÖZLÉS - Soós István: Hajnóczy József és Cornides Dániel levelezése / 97–124. o.
Hajnóczy József és Comides Dániel levelezése 119 tischen Schatzes statte ich Ihnen im Voraus den innigsten Dank ab. Ich werde Sie einstens, wenn mich Gott wiederum ins Vaterland zurück bringt, an Ihr Versprechen erinnern, und beym Wort halten. Nur bedauere ich, daß Sie mir die Bedingmß einschärfen die Quelle zu verschweigen. Wie schwer wird es mir fallen meinen Wohlthäter und Freund nicht öfentlich zu rühmen, und die Regungen meines dankbaren Herzens zu unterdrücken ! Die Alten hatten ein Sprichtwort: Fontem, unde hausisti corona, und gerade dieses verbieten Sie mir. Doch Ihre Befehle sind für mich ein unverbrüchliches Gesetze. Ich werde schweigen, weil Sie es so befehlen. Kurz, ich sehe es selber ein, daß der Mangel der Verschwiegenheit dem künftigen Zuwachs Ihrer diplomatischen Sammlung hinderlich seyn könnte. — Daß Sie wegen Ihr Schicksal unbesorgt leben, und sich wegen Ihrer Beförderung der weisen Vorsehung gänzlich überlassen, darinnen gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Sie denken und handeln hierinnen als ein Philosoph und als ein Christ. Ihnen verspreche ich es, daß es Ihnen an einer anständigen Beförderung gar nicht lange mehr helfen kann. Mein Herr sagt es mir, und dieses betrügt mich selten. Daher ich Binen jetzt jenes Horazianische zurufe: Tu quamcunque Deus tibi fortunaverit horam, Grate fume manu, nee dulcia differ in annum. 90 Mit dem Herrn Prozessor] Sehlötzer werde ich Sie, wenn ich nach Göttingen komme, bekannt machen. Ich weiß, daß Sie ihm keine größere Gefälligkeiten erweisen können, als wenn Sie ihm zuweilen einige interessante Nachrichten einschicken. Die Post Unkosten muß Sehlötzer ganz alleine tragen. Dazu wird er sich hofentlich recht gerne verstehen; seine Staatsanzeigen tragen ihm ohnedem sehr vieles ein. Leben Sie wohl, unvergeßlicher Freund, und lassen Sie mich zuweilen etwas von Ihnen und Ihren Umständen auch in Göttingen hören. Ich bin ewig der Ihrige Wien, d[en] 11. Febr[uars] Dan[iel] Cornides. 1785. HHStA., Vertr. A. fasc. 48. No. 15., Corresp. Hajn. ff. 219-220. 17. Gyékényes, 1785. május 18. Hajnóczy József levele Cornides Dánielhez Hajnóczy közli Cornidessel, hogy Széchényi Ferencet kinevezték főispánná és királyi biztossá. Tárgyalásokat folytatott Adam Kerchelich hagyatékának megszerzése, illetve lemásoltatása érdekében a zágrábi akadémia igazgatójával Josip Petrovib-csal, és kéri Gomidest, hogy ebben az ügyben személyesen is írjon Petrovidnak. Említést tesz Petrovic jogtörténeti munkájáról. Lieber Bruder Wenn Sie die Wiener Zeitung zu lesen pflegen, so werden Sie schon wißen, daß mein Graf nicht zu Agram, sondern zu Fünf kirchen als wirkender Obergespan u[nd] königlicher Commissaire angestellt sey. 91 Bey dieser Veränderung dachte ich so gleich, nun werde ich meinem guten Freunde zu Göttingen die Kerchelitschischen Handschriften schwerlich verschaffen können. Sie wißen, daß man auf alle Art u[nd] Weise sich um die Gunst, jener die viel zu sagen haben u[nd] derer die um sie sind, sehr stark zu bewerben trachte. So bald Sie aber außer Thätigkeit sind, Ihnen den Rücken zu wenden pflegt. Hier hatte ich aber Unrecht. Den verwichenen Sonntag sprach ich zu Agram den Director Petrovich. 92 Ich sagte Ihm, daß mein Freund Cornides gerne die Kertselichischen MSte [Manuscripte] hätte. Es ist nur die Frage, sagte Er welche? Man sagt, Er habe alle, seine Croatische politische, Justitz — u[nd] Geistliche Zeitgenoßen auf das ärgerlichste geschildert habe. Von 90 Horatius: Epistolae I. 11, 22-23. 61 Széchényi Ferencet 1785. április 18-án nevezték ki pécsi kerületi királyi biztosnak és Somogy, Baranya, Verőcze és Szerem vármegyék főispánjává. 92 Adam Kerchelich (1715 — 1778), zágrábi kanonok. 93 Josip Petrovic (1751 — 1818), jogtudós, a zágrábi akadémia igazgatója, a horvátszlavón ítélőtábla ülnöke.