Levéltári Közlemények, 51–52. (1980–1981)

Levéltári Közlemények, 51–52. (1980–1981) - FORRÁSKÖZLÉS - Fábiánné Kiss Erzsébet: Duschek Ferencnek az 1848–1849-i működéséről az osztrák bíróság számára írt összefoglalója, 1850 / 267–312. o.

Duschek Ferenc 1848-1849-i működése 287 Mein Innerstes empörte sich gegen diese ruchlose That. Ich sah Kossuth seit 12-ten nicht; am 15-ten Abends lies x er mich rufen, um mit mir über einige administrative Geschäfte zu reden; nachdem diese beendet waren, wendete er das Gespräch auf die vortägige Unabhängigkeitserklärung. Ich äusserte meine volle Missbilligung offen, und sagte ihm, dass er mit diesem Akte das Unglük des Landes besiegelt habe. Kossuth lies y mich eine Weile reden,und beurlaubte mich mit der Antwort: „der Schritt war nach dem Beschlüsse des Kaisers von Oesterreich vom 4-ten März unausweichlich; in diesem, nicht in unserem Beschlüsse liegt die Revolution, wir stehen vor Gott und der Welt in unserem vollsten Rechte, und sie werden sehen, dieses wird jezt anerkannt werden. Gute Nacht". Nach der Wahl Kossuths zum verantwortlichen Regierungspräsidenten, oder wie er sich lieber nannte, zum Gouverneur des Landes, hat sich der Vertheitigungsausschuss sogleich faktisch aufgelöst, und ich ward beauftragt, das Postwesen 46 einstweilen zu übernehmen. Die Ernennung des Ministeriums beschäftigte damals ganz Debreczin, ich wurde allgemein zum Finanzminister designirt, erklärte jedoch offen, dass ich diesen Posten nicht annehmen werde. Kossuth selbst sprach mit mir darüber längere Zeit geradezu nicht, nur indirekt machte er zuweilen Anspiel­ungen, die ich stets fallen lies. 2 Durch seine Familie, und einige seinen Vertrauten wurde ich inzwischen ohne Unterlass beredet, dem Lande meine Dienste nicht zu entziehen, das Finanz­ministerium anzunehmen. Ich blieb stets bei meiner verneinenden Äusserung. Nach Verlauf von 8 Tagen erst forderte mich Kossuth zur Annahme des Ministeriums förmlich auf. Wir hatten eine zimlich lange Unterredung. Ich beharrte bei meinem Vorsatze, er bei seiner Forderung, indem er alle meine Gegengründe zu wiederlegen suchte, mir vorstellte dass ich das allgemeine Vertrauen des Landes besitze, dass ich der Einzige sey, den alle Partheyen für das Finanzministerium ausschliesslich, und einstimmig wünschen, und fordern; dass ich verpflichtet sey, dem Willen des Volksrepräsentantenhauses mich zu fügen; u.d.g. [und dergleichen] Da ich einerseits sah, dass Kossuth von seiner Idee nicht abzubringen sey, andererseits aber durch die beharrliche bestimmte Weigerung meine persönliche Sicherheit in Debreczin gefährdet glaubte, so nahm ich zulezt, um Zeit zu gewinnen, zu dem Auskunftsmittel die Zuflucht, dass ich bath meine definitive Erklärung erst dann zu geben, wenn die Regierung in Ofen seyn wird, und gleichzeitig das Versprechen gab, die Geschäfte bis zur Bestellung eines Finanzministers in meiner frühern Eigenschaft als Unterstaatssekretär fort führen zu wollen. Kossuth hatte damals die Absicht, als verantwortlicher Gouverneur selbstständig zur regieren, und sich ein Ministerium beizugesellen, welches eigentlich nur das Organ seiner Verwaltung hätte seyn sollen. Mein Anerbiethen war daher mit diesem Plane nicht geradezu im Widerspruche; er begnügte sich also damit, wiewohl nicht ohne Widerwillen, und endete unsere Unterredung damit, dass er mit Zuversicht hoffe, ich werde in Ofen das Amt annehmen. In der Zwischenzeit kam der zum Ministerpräsidenten designirte Szemére nach Debreczin, und forderte, dass, bevor noch das Ministerium konstituirt wird, sowohl die Stellung desselben zum Regierungspräsidenten, als auch jene des leztern zum Repräsentantenhause festgestellt werde. 4 7 Die Folge der diesfälligen Berathungen war das durch Kossuth dem Landtage später ein­gereichte, von diesem beifällig aufgenommene, und genehmigte Regierungsprogram, 4 8 in welchem unter Andern klar ausgesprochen ward, dass der regierende Präsident durch das verantwortliche Ministerium regieren, mithin nur mit der Kontrasignatur eines Ministers Verfügungen erlassen könne. 46 A postaügyeket 1848-ban a Földművelés-, Ipar- és Kereskedelemügyi Minisztérium vitte, majd a Madarász-féle rendőri osztály felállításával országos rendőri feladat lett, az Országos Hon­védelmi Bizottmány keretében. Madarász lemondásakor és a Bizottmány feloszlásakor, Madarász egyik tanácsosára, Kovachich Kandidra bízta a postaügyek vitelét. Kovachichot Kossuth kérésére ápr. 17-től a Pénzügyminisztérium felügyelte. A máj. 2-i minisztertanács a postaügyet a Közlekedési Minisztérium feladatkörébe utalta, majd május végén a Pénzügyminisztériumhoz tette át. 4 7 Szemere ápr. 20-án válaszolt Miskolcról Kossuthnak a minisztériumba hívó levelére. Legfőbb problémája a kettős felelősség: a kormányzóé és a minisztériumé, egymáshoz való viszonya volt. Seress L.: Kossuth, Görgey és Szemere kiadatlan leveleik. Bp. 1912. 26-27. o. 4 s 1849. máj. 2. Megjelent a Közlöny máj. 3-i számában.

Next

/
Thumbnails
Contents