Schematismus für das k. u. k. Heer und für die k. u. k. Kriegsmarine 1908 (Wien, 1907)

Anhang

Orden, Ehren- und Erinnerungszeichen 1335 Kaiserlich-österreichischer Franz Joseph-Orden Gestiftet von Kaiser Franz Joseph I. am 2. Dezember 18t9 als dem ersten Jahrestage seiner Thronbesteigung. Großmeister ist der regierende Kaiser; der Orden teilt sich Ln Großkreuze, Komture (seit 1869 mit oder ohne Stern auf der rechten Brust­seite) und Ritter; ferner seit 1901 die zwischen dem Komtur- und dem Ritterkreuze rangie­rende Ordensklasse des „Offizierskreuzes“, welche ohne Band auf der linken Brustseite getragen wird. Das Ordenszeichen ist ein rotgesclimelz- tes schmales goldenes Kreuz, in der Mitte ge­deckt durch einen weißen Schild mit der gol­denen Namenschiffre F. J. (Franciscus Josephus). Zwischen den Kreuzesarmen ist der goldene, schwarz geschmelzte, gekrönte österreichische Reichsadler mit offenen Klauen sichtbar, welcher in seinen beiden Schnäbeln eine oben durch eine sogenannte „Treue“ (verschlungene Händo) ge­schlossene, über das Kreuz herabhängonde gol­dene Kette hält, zwischen deren Gliedern an ihrem unteren Teile die goldenen Buchstaben des Allerhöchsten VVahlspruches: „Viribus unitis“ (Mit vereinten Kräften) sich zeigen. Uber dem Kreuze schwebt die österreichische Kaiser­krone. Auf der Rückseite zeigt der Mittelschild das Stiftungsjahr 1849. Band hochrot. 1. Großkreuz des ungarischen St. Ste­phan-Ordens; 2. Großkreuz des österreichischen Leo­pold-Ordens ; 3. Erste Klasse des österreichischen Leopold-Ordens und erste Klasse des öster­reichischen Ordens der Eisernen Krone; 4. Großkreuz des österreichischen Franz Joseph-Ordens; 5. Kommandeurkreuz des ungarischen St. Stephan-Ordens; 6. Kommandeurkreuz des österreichischen Leopold-Ordens; * 7. Zweite Klasse des österreichischen Ordens der Eisernen Krone und Komturkreuz des Franz Joseph-Ordens mit dem Sterne; 8. Kleinkreuz des ungarischen St. Ste­phan-Ordens ; 9. Ritterkreuz des österreichischen Leo­pold-Ordens; 10. Komturkreuz des österreichischen Franz Joseph-Ordens; 11. Offizierskreuz des österreichischen Franz Joseph-Ordens und dritte Klasse des österreichischen Ordens der Eisernen Krone ; 12. Ritterkreuz des österreichischen Franz Joseph-Ordens. Außer jeder Reihenfolge stehen der Mili- tär-Maria-Theresien-Orden, das Ehrenzeichen filr Kunst und Wissenschaft und alle sonstigen Auszeichnungen zur Belohnung von Verdiensten auf speziellen Gebieten des öffentlichen Lebens. K. u. k. österreichisch-ungarisches Ehrenzeichen für Kunst und Wissen­schaft Gegründet am 18. August 1887 von Kaiser und König Franz Joseph I. an Stelle der „Gol­denen Medaille für Kunst und Wissenschaft“ *). Das Ehrenzeichen besteht aus einem von einem geschmelzten schwarzen Reife einge­säumten, länglich runden, goldenen Medaillon, das auf der Vorderseite das Brustbild des Stifters im Kostüme des Ordens vom Goldenen Vliese mit der Umschrift: „Franc. Jos. I Austr. Imp. Rex. Boh. etc. et Hung. Rex. Ap.“ und auf der Rückseite die von Lorbeerzweigen ein­gefaßte Inschrift enthält: „Literis et artibus“ Das Medaillon wird von einem Lorbeerkranze umschlossen, an den oben mittels eines Ringes die österreichische Kaiserkrone mit flatternden Bändern angebracht ist. Dieses Ehrenzeichen wird an einem hochroten Bande um den Hals getragen. Der mit dieser Dekoration Ausge­zeichnete ist berechtigt, sich „Besitzer des k.u. k. österr.-ung. Ehrenzeichens für Kunst und Wissen­schaft“ zu nennen. *) Gestiftet von Kaiser Ferdinand I. im Jahre 1835; am 24. Februar 1849 von Kaiser Franz Joseph umgeändert und 13. April 1867 in die „große“ und „kleine“ goldene Medaille ab­geteilt. Dieselbe war ohne Öhr und ohne Band und wurde daher nicht als Dekoration getragen. Ordensschema vom Jahre 1901

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