Thallóczy Lajos–Hodinka Antal: A horvát véghelyek oklevéltára 1490-1527. (Budapest, 1903. Magyarország melléktartományainak oklevéltára. Codex diplomaticus partium regno Hungariae adnexarum 1.)

darauf sein vleissig getreu aufsehen zu habén, damit denselben kain scha­den oder nachtail undenvegen zuegefuegt und alle nachtleger auf der rais vleissig verwahrt werden ; und die slussl zu den truhen bei seinen handen behalten; wo sich dann die schriftn, hendl, copeien und missive mit der zeit dermassen meren, das die nit all in die hoftruhen zuege­bracht werden mochten, alsdann allbeg die eltisten hendl, missive, co­peien oder schriften der vergangen jar, der man weiler zu taglichem gebrauch bei der handt nit notturftig, die in die monat ausgetailt oder sunst in secken ligen, wie er dieselben durch unsere hofcamerrate oder hofcamersecretari beschaiden wirdet, in ain sondere truhen, so er darzue erkaufen, legen und dieselben jar und ob es Hungerisch, Beamisch, Oster­reichisch, Tirolisch oder ander sachen seien, in den gewondlichen inven­tari schreiben und zu andern dergleichen altén hofcamerhendln und truhen auf unser Nö. camer stellen und alsó jeder zeit, sovil nach gele­genhait sein wirdet mugen, dai innen ringerung thuen. Und wan wir alsó mit unsern hof in ain leger ankumen, so solle er erstlich obbemelte unsere canzleitruhen, sopaldt die ab den wagen geladen, in die canzlei jedes orts tragen, dieselben eroffnen und durch den canzleidiener die tisch und platz ordenlich zuerichten lassen, nach unsern secretarien auch seinen aignen platz und tisch einneinben, die copeien herfursuechen und aus ainem jeden monat die copeien, so in jedweders kunigreich oder land puech zu registriern, aussondern und auch in die monat mit der verzaichnus des jars und monat ordenlich eintailn und die relation und rubriern (igy, rubricen helyett von ainer jedwedern derselben copeien, so alsó einregistriert werden muessen, auf den ersten pogen mit kurtzen worten verzaichnen und alsdann dieselben durch obbemelten seinen zuegeorden­ten gehilfen, auch canzleidiener vleissig einregistriern und einschreiben lassen, und was lateinisch sachen, wan er sunst muessig sein wirdet, selbs einschreiben, und wan ain jar vollig compliert, dasselb gegen den copeien mit seinem gehilfen oder ainem ander canzleischreiber selbs vleissig collationiern, und under dem collationiern ordenlich nit allain die tauf und zuenamen auf jeder rubricen, sonder auch die namen und personen, davon je zu zeiten in den verschreibungen oder bevelhen mel­dung beschiecht und zum tail antreffen thuet, tabuliern und auch ad margines signiern, damit man ain jedes zu jeder zeit furderlich suechen und finden mug. Und wan alsó ain registraturpuech an die stat geschri­ben, durch ine, wie jetz gemelt, collationiert, tabuliert worden, so solle er dasselbig, doch in unserer canzlei, durch ainen puechpindcr sauber einpinden lassen, und die einregistrierten und collationierten copeien als­dann auch in ain truhen zusamenlegen und auf unser Nö. camer in ver­warung stellen. Was aber in jedem monat gemain copeien, die nit zu registriern sein, gefertigt und in obbemelter seiner monatlichen austailung durch ine befunden werden, dieselben solle er auch sonder zusamen­pinden und die wort «gemaincopeien» sambt dem jar und monat darauf rubriciern und allbey die eltisten jar neben den andern copeien hinder­legen. Und damit er auch ain wissen habe, wie die registraturpuecher

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