Veress Endre: Gyula város oklevéltára. 1313-1800. (Budapest, 1938.)
\ folge solliches Begehren 4000 Thaler bares Gelts gedachtem Hauptmann der Janitscharn hinaus geschickt. Und hat darauf an den Bascha begehrt, er wollte die Türgken aus allen Schantzen und verlassnen Plätzen der Stadt und andere vorgenannten Orten, und gar für Jula hinaus vor dem Abzug abführen lassen. Dessen sich der Bascha verwidert, mit Vermeidung, dass ihme nit gebühren wollte seines Kaysers Geschütz also bald stehn zu lassen ; dargegen sich aber der Keretschini wiederumb erboten seinen Schwager oder sonst noch einen Waidischen Commissarii sampt etlichen mehr waidische Räthen und Dienern zu Bürgen zu setzen, dass dem Geschütz mittlerweil kein einiger Schaden wiederfahren solle, welches er endtlich angenommen, und ist dem allem nach der Abzug am andern Tag Septembris nach vermeldtermassen elendiglich erfolgt. Erstlich umb Mittagzeit seind die armen kranken Kriegsleut sampt allem andern Volk, so aus den genachparten Städtlin und Flecken ihr Zuflucht daselbs hingenommen hatten, vor hinaus geschickt worden, deren Abziehen sich verlängert, bis gleich gegen Abends fast auf neigende Sonnen. Als nun gleich der Abend herzugeruckt, haben die Teutschen Knecht den Vorzug genommen, auf welche das Hungerische Fussvolk, alsdann die Raysigen, und allerletzt der Keretschini mit den türgkischen Bögen und andern Bürgen gefolgt. Aber den vordersten Vorzug [vor den Teutschen Heer] haben die W ;aidischen Räth und Diener gleich als die Führer gehalten. Sobald aber die Türgken gesehen, dass die Teutschen gar und der Hungern ein guter Theil hinaus gewesen, sein sie mit Haufen wiederum hinein zum Schloss geeilet. Darauf gleichwol der Keretschini sie angeredt : «Wo ist dann euer Treu und Glauben?» Darauf sie geantwort : Sollen wir das Geschütz blos bleiben lassen? Ziehet ihr fort, wehr ihret euch. Wie sie nun all wol heraus kommen, haben die beide Bögen den Keretschini den Pertaw Waschen gezeigt und ihn beredt, dass er sich verfüge zum Wascha und Kundschaft mit ihm machen solle. Wie sie ihme dann mit sampt den waidischen Commissarii und andern seinen des Waiden Edelleuten zum Wascha hinzu geführt haben. Mitterweil, als der Wascha ihn zu sich in sein Zelt genommen und mit ihme geredt : Siehe, so laufen die Türgken in grosser Anzahl den unsern den Weg vor, und setzt ein guter Theil des türgkischen Kriegsvolks in sie, die unseren. Dargegen sich gleichwol die unsern stark zur Gegenwöhr gestellt, mit ihren Wehren und Handrohren gewöhrt, dass sie ein gute lange weil solchen Gewalt aufgehalten, bis zuletzt da sein 2000 Janitscharn und andere mehr noch bass auf sie hinzu getrungen ; die Hussern zu Ross in die Flucht gebracht, dass sie mitten durch die Türgken darvon gerennt ; das Fussvolk aber fast alles jämmerlich darnieder gehackt und todt blieben. Die Türgken auch den fliehenden Hussarn gestracks mit allem Grimmen und Wüthigkeit nachgehänget. Was aber mit dem Keretschini fürgenommen und wohin derselb hernach kommen sey, das ist noch nit kundtpar ; allein, dass er mit etlichen den seinen im Leben belieben und von den Feinden nicht zum üblesten tractiert worden sein solle. Gott wolle es allenthalben bessern. Amen. (M. Nemz. Múzeum könyvtára. Budapest. Ismertetve Kertbeny Károly könyvészete — Rudapest, 1880 — 790. sz. a.) Megjegyzés. A Gyula elestéről szóló német egykorú újságlapokról s azok használható adatairól Fraknói Vilmos írt (a Békésm. Évkönyv V. köt. 28—32. lapján) abból az alkalomból, hogy belőlük kettőt át is adott a gyulai Városi Múzeumnak. Érdekes, hogy az eseményekkel egykorú Verancsics Antal egri püspök a Gyulából kivonultak számát ötszázra teszi és igen tanúságos és egyedüli adat, hogy a törökök