Fejér, Georgius: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civilis. Tomi X. Vol. 3. (Budae, 1838.)

diu elici quidpiam nequit, donec quemdam alicu­bi solum dominatum fuisse, euictum haud fuerit. 43. Neque iuris iustiliaeque administran­dae ratio dispar obest Dipiomatum authentiae aliis proprietatibus, ac formulis conspicuis: illa enim •vniformis semper haud dominabatur, parte pede­tentim inualuit, parte vero altera sensim exoleuit; praeterquain si ius aut iustitiae ordinem exhibeat, quem tempore diplomatis edili haud obtinuisse, aut. iam exoleuisse, certe constet; quod nouisse, ac determinare studi orum maximum est: „Bey der Priifung der Glaubwiirdigkeit der Urkunden, in Bezug auf die besondere Abfassung derselben, und in BetrefT ihres besondern Jnhalts, muss jedesmal eine grtindliche Untersuchung voraus gehen : V^ el­ches war das eigenlhiimliche Urrecht der Provinz, oder des Ortes, u. s. w. wo das Rechtgeschaft ab­, geschiossen , oder die Urkunde ausgefertigt wur­de? — Dies setzt ein tiefes und griindliches Stu­dium, so wie eine umfassende Kenntniss des ge­sammten Rechtszustandes in einer gegebenen Zeit; ein Studium, welches um so schwieriger ist, als in dieser Hinsicht fast alle Yorarbeiten fehlen. — Nur dann, wenn diese Fragen richtig, und genau beantwortet sind, lasst sich aus der Erwahnung eines damals erwiesener Maassen nicht vorkom­menden Rechtsinstituts, oder der damals nicht ge­brauchlichen Formlichkeiten bey Eingehung eines solchen , und aus der Erzahlung ganz fremdarti­ger, erwiesener Maassen erst viel spater vorkom­mendeu Formlichkeiten, ein sicheres Urtheil iiber ihre Uniichtheit einer solchen Urkunde fiillen las­sen. Wiirde dagegen in einer solchen Urkunde ein erwiesener Maassen friiher vorkommendes Rechtsinstitut, oder Formlichkeit, welche beyEin-

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