Linzbauer, Franciscus Xav.: Codex Sanitario-Medicinalis Hungariae 2 (Budae, 1852)

Regimen Mariae Theresiae imperatricis et regis

468 tionum, praevaricatio nempe similium per competentem Jurisdictionem arbitra­rie pro ratione delicti in aere parato desumi solitarum de benigno Jussu Regio dispositum sit, ut id, quod ab publicas Comitatus necessitates reservatum est, mulctarum residuum in paedagogorum intertentionem applicetur, lacta autem eatenus provisione, pro erigendo deinde in quolibet comitatu Orpha­notrophio destinetur. Cum interim ex compluribus Suae Majestati Caesareo-Regiac et Apostoli- cae apprime notis rationibus pro ea etiam, quae ad bonum et utilitatem publici nunquam non directa fuit voluntate sua aliter hanc in rem eidem altefatae Suae Majestati disponere, et una clementer resolvere visum fuerit, ut ex praemen- tionatis ejusmodi mulctis primum quidem damna per delinquentes illata, dein impensae in eorum intertentionem factae resarciantur, residuum denique pro publico, et ad necessitates comitatus sub ratiocinio perceptorum conformiter ar­ticulis 15, 16, 17, 1659 convertatur. Ideo Magistratualibus hisce intimandum esse duxit Consilium hoc Locuin- tenentiale Regium, quatenus in sui gremio omnimode invigilare noverint, quo amodo imposterum clementissimae hujusmodi Ordinationis Regiae effectus pro­curetur. Datum Posonii ut s. »02. Constitutio criminalis Tlicresiana. Opus legale. die 31. Decbr. 1768. Maria Theresia etc. Entbieten allen, und jeden in Unseren königlich- böheimischen, wie auch nieder- inner- ober- und vorder - österreichischen Erblanden sich befindenden hoch- und niederen Gerichtslellen, Stadt- und Landrichtern, Halsgerichten, Landgerichtsinnhabern, und Verwaltern, auch überhaupt all- Unseren treugehorsamsten Unterthanen, und Innsassen , was Würde, Standes, oder Wesens dieselbe sind, Unsere Gnad, und fügen hie- mit männiglich zu wissen: Demnach Wir unter anderen Unseren Begicrungssorgen nicht allein bey ruhigen Friedens- sondern auch den beschwerlichen Kriegszeiten das vorzüg­liche Augenmerk beständig dahin gerichtet, damit in Unseren Erblanden vor allem die Ehre Gottes sowohl durch Einfuhr- und Beybehaltung guter Sitten, und tugendhaften Wandels, als auch durch Vorbieg- und Ausrottung aller Gott beleidigend- und landesverderblichen Lastern fortgepflanzet, hiernach auch die, das gemeine Wesen alleinig erhaltende heilsame Justiz mittelst Schä­tzung des Guten, dann Abwend- wie auch Beslraffung des Bösen sorgfältigst vericaltet werde; Und nun Wir während- Unserer Regierung beobachtet haben, dass dem ordnungsmässigen Lauff der Justiz-Pßcge in Malefizangelegenheiten mei­stenteils nachfolgende Behinderungsursachen im Weg gestanden; Erstlich : Weilen fast in einem jedweden Unserer Erblanden ein ande­res sowohl in der Verfdhrungsart, als in der Bestraffung der Verbrechen gros­sen Theils unterschieden-peinliches Recht eingeführet ist, und nach Verschie­denheit Unserer Landen theils nach der Carolinisch- theils nach der Ferdi- nandinisch- theils nach der Leopoldinisch- theils nach der Josephmischen Halsgerichlsordnung, und einiger Orten nach ihren alten Landesgesetzen, und endlich in Vorfällen, wo das Landesgesetz dunkel, oder mangelhaft ist, nach dem Römerrecht fürgegangen wird; welch- so grosse Ungleichheit der Länderrechten sowohl Uns selbst, als Unseren Hofstellen bishero um so be­schwerlicher hat fallen müssen, da Wir, und Unsere Hofstellen andurch in die Nothwendigkeit versetzet worden, bey jeder nach Hof ein gelangten (mm-

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