Szakcikk gyűjtemény

J. Pagel: Über die Bedeutung von kompletten Serien aus dem Gebiete der Medizin für die Wisenschaft

6 darf. Was ich jetzt für den vorliegenden Zweck, für den Nachweis des wissenschaftlichen Wertes vollständiger Zeitschriftenserien auf dem Gebiete der Medizin, betonen und ganz besonders hervorheben möchte und muß, ist folgendes Moment: Wir leben bekanntlich in einer Zeit, in der eine lebhafte, leider immer noch nicht völlig beseitigte und wahrscheinlich auch nie ganz zu beseitigende Bewegung gegen die sogen. Schulmedizin, d. h. gegen die medizinische Wissenschaft — denn ein Unterschied existiert zwischen beiden Begriffen nicht — wiederum (wie auch in früheren Perioden öfter schon) hervor­getreten ist. Ganz besonders ist diese Bewegung darauf gerichtet, eine Reihe therapeutischer Lehren, die allein auf und aus dem Boden der Schulmedizin erwachsen sind, namentlich die Empfehlung der Verwertung sogen. Naturheilmittel, d. h. der physikalischen Kräfte und gewisser diätetischer Maßnahmen jener streitig zu machen und als Erfindungen von Laien, Afterärzten, Kurpfuschern, als Volksheilmittel u. dgl. hinzustellen. Will man diese Angaben als das was sie sind, d. h. als systematische Lügen oder Irrtümer und geschichtliche Fälschungen erweisen, so gibt es hierfür nur ein Mittel, und dieses bietet uns die Kenntnis der Originalquellen, wie sie in den großen Zeitschriften zu Gebote stehen. Mit diesen in der Hand, resp. mit ihrem Inhalt im Kopf, wird es dem, der sich berufen fühlt, den widerwärtigen, oft scheußlichen Kampf gegen die unlauteren Elemente der sogen. Naturheilkünstler und Konsorten aufzunehmen, allein möglich sein, diesen Kampf siegreich durch­zuführen. Wissen ist auch hierin Macht. Können wir vor unsere Gegner hintreten und ihre Behauptungen auf Grund der Dokumente und Zeugnisse unserer Vorfahren ad absurdum führen, können wir ihre Lüge und Fälschung quellenmäßig nachweisen, dann führen wir den Kampf mit den wirksamsten Mitteln und bestem Erfolg; denn Lüge und Fälschung muß vor dem Licht und Gewicht der Wahrheit weichen. Damit glaube ich die wichtigsten ideellen Vorzüge der voll­ständigen Zeitschriftenserien aufgezählt zu haben. Daß sie auch dem entsprechend vom materiellen d. h. merkan­tilen buchhändlerischen Standpunkte aus ihren besonderen Wert besitzen, würde ich nach dem Gesagten nur anzudeuten haben, wenn nicht noch folgende Tatsachen vorlägen, die gerade an dieser Stelle zu urgieren sind:

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