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J. Pagel: Über die Bedeutung von kompletten Serien aus dem Gebiete der Medizin für die Wisenschaft

2 Ansicht kann als richtig nicht anerkannt und aufrecht erhalten werden. Könnte wohl ein dunkles Gewölk plötzlich erleuchtet er­scheinen, ja in einem Meer von Licht erglänzen, wie das gottlob oft genug vorkommt, wenn nicht dahinter der allmächtige, mit seinem Lichte den Kosmos beleuchtende, nährende, Glanz und Wärme spendende Feuerkörper stände, an dessen Existenz wir auch an dunkeln Tagen nicht zu zweifeln haben? Auch ein Robert Mayer, ein Helmholtz und ein Röntgen hätten nie und nimmermehr zu ihren bedeutungsvollen, weittragenden und eine Aera neuer Gesichts­punkte und fruchtbarsten Schaffens eröffnenden bezw. einleitenden „Gedankenblitzen“ gelangen können, wenn sie nicht aus dem Vollen hätten schöpfen können und geschöpft hätten, ich meine aus dem Vollen der Literatur, aus der Fülle der von den besten ältern Meistern im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende erworbenen und ge­sammelten literarischen Schätze, wenn sie nicht auf dem Grunde der bekannten Tatsachen und der einmal erkannten und feststehenden Gesetze und Wahrheiten gestanden hätten. Wären Mayer nicht die Gesetze des Blutkreislaufs und der physikalischen Wärmelehre be­kannt und geläufig gewesen, hätte ein Helmholtz nicht die vor ihm von Brücke und Purkinje studierten und ermittelten Tatsachen des Augenleuchtens und subjektiven Sehens gekannt, hätte Röntgen nicht die Arbeiten, die Hilfsmittel und Methodik “seiner Vorgänger ver­werten können, und hätten schließlich auch Robert Koch nicht die Abbe’sche Beleuchtung des Mikroskops und die feineren Gewebe­färbungen für seine Forschungen zur Verfügung gestanden, nun und nimmermehr wären diese Männer zu ihren Entdeckungen gelangt, mit Hilfe deren sie ihrerseits wiederum zu Pfadfindern und Weg­weisern der Wissenschaft geworden sind. Also es gibt keinen Fortschritt in der Wissenschaft und kein Weiterarbeiten, wenn nicht die alten Grundlagen und Vorarbeiten gekannt und benutzt werden. 1st das aber der Fall und wird diese Behauptung widerspruchslos zu­gegeben, dann entsteht für jeden, der in einem wissenschaftlichen Gebiete sich betätigen will, sei es, um als Forscher selbst zu schaffen oder lediglich um zu eigener Information mit den Tatsachen sich vertraut zu machen, die unabweisliche Pflicht, die literarischen Quellen aufzusuchen, diejenigen wissenschaftlichen Organe zu studieren, welche unsere Entdeckungen und Arbeiten beherbergen. Es sind das in erster Linie unsere Archive und Zeitschriften. Ja,

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