Szakcikk gyűjtemény

J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

240 Pag el, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. verbis M.s Schrift als Nachschlagewerk für genauere Studien em­pfohlen. Guy de Chauliac1) bestätigt das ausdrücklich. Die Wichtigkeit dieser Abhandlung von M., die literarhisto­rische Bedeutung, die sie unzweifelhaft besitzt, möge durch die kurze nachfolgende Inhaltsanalyse gerechtfertigt werden2). Die Abhandlung zerfällt in zwei Hauptabteilungen: I. Von dem Biß der Schlangen und einiger Tiere (in 6 Kapiteln); II. Vorbeugung gegen die Gift Wirkung (in 4 Kapiteln). M. erörtert in Abt. I das Verhalten der Gebissenen im allgemeinen, die einfachen und zusammengesetzten örtlichen Gegenmittel, die ein­fachen und zusammengesetzten innerlichen Heilmittel, die besonderen Mittel gegen den Biß eines bestimmten Tieres, die Arten des Bisses im allgemeinen und besonderen und einige Specifica (sympathetische Mittel u. A.). — Abt. II handelt von der speziellen Vor­beugung, von dem Verhalten der wirklich oder vermeintlich Vergifteten, von den ein­fachen und zusammengesetzten Mitteln für jede Art von Vergiftung, endlich von dem Verhalten desjenigen, dem bekannt ist, welches Gift er genommen hat. Nach der Version von Rabbinowicz3), die mit der von Mondeville4) benutzten Vorlage übereinstimmt, teilt M. die Gifte ganz nach Galen in heiße und kalte ein, d. h. solche, welche Fieber und psychische Erregungsgefühle und solche, welche Kälte- und Depres­sionsgefühle erzeugen. Bei der ersten Kategorie sind milde, beruhigende Mittel, der Genuß von Milch u. dergl. am Platze, bei den Vergiftungen der zweiten Kategorie er­regende Mittel, Wein, Anis u. ä. Typisch für die Wirkungen der ersten Art ist der Biß der Viper, für die zweite der Skorpionsbiß. — M. empfiehlt dafür zu sorgen, daß die Bißwunde sich nicht schließe, sondern für den Abfluß des Giftes offen bleibe. Der Kranke solle am Schlaf gehindert werden. Um dem Gift den Weg in die edleren Teile des Körpers zu versperren, solle man oberhalb der verletzten Stelle eine Ligatur anlegen. — Die Gegenmittel teilt M. in zwei Klassen ein: solche, die durch ihre c) ibid. p. 310: Diéta propria morsorum a cane rabido: secundum tamen Rabbi Moysem et aliquos alios actores diéta istorum est eadem et continua a principio usque ad finem, que est quod istis competunt cibaria omnia capitulo universali dicta praeter sal, de quo modicum assumatur etc.“ d) ibid. p. 314: „Notandum, quod actores et practice medicine latius et melius discurrunt präsentem materiam, sicut Avicenna ...........et Rabbi Moyses s uo de venenis etc.“ e) ibid. p. 474. Tract. Ill Doctr. II cap. 5 De cura carbunculi et anthracis: „et secundum Rabbi Moysem a quarta parte unius drachme et dimidie ad etc.“ 1) Tract. Ill Doctr. I cap. 2, Coll. chir. Vénét. 1519 föl. 28b: De vulnere mor- sivo venenoso et non venenoso: „Si tamen exquisite volueris istam materiam videantur Rabbi Moyses et Henricus (scii, de Mondevilla), qui plenarie de omni veneno tractaverunt etc.“ 2) Im Wesentlichen nach Steinschneiders Ausgabe. 3) Vgl. S. 238 Anm. 4. 4) Vgl. S. 239 Anm. 4. X

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