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J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller

238 Pagel, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. Particula bildet eine eingehende Kontroverse gegen Galens teleologischen Standpunkt und eine begeisterte Rechtfertigung der biblischen resp. mosaischen Kosmogonie *). Doch genug der Zitate. M. ist, soviel ergiebt sich klar, wahr­lich kein blinder Nachbeter des Galen. Mehr noch als in den Aphorismen zeigt sich die Unabhängig­keit von M.s medizinischem Denken und Handeln in seiner zweiten Schrift, die deshalb trotz ihrer Kürze vielleicht noch höher zu be­werten ist als die Aphorismen, nämlich in der Schrift: „Uber die Gifte und über den Schutz gegen vergiftete Wunden und Schlangenbisse.“ Ihr arabischer Titel lautet nach Steinschneider1 2) in hebräischer Transkription: nntTobXI QlttOb» nbtfilpbtf (die Gifte und was vor tödlichen Mitteln schützt): Sie ist auf Befehl von M.s Protektor, dem Wezir Kadhi al-Fadhil im J. 1198 abgefaßt, der arabische Originaltext ist in zahlreichen Handschriften vorhanden3). Eine hebräische Übersetzung stammt von Moses Ibn Tibbon, eine lateinische von Armengaud de Blaise aus Montpellier, und neusprachliche Ausgaben verdanken wir J. M. Rabbinowicz4) und M. Steinschneider5). Wenn auch M. einleitungsweise bescheiden versichert, er wolle mit seiner Schrift nicht etwas Eigentümliches bieten, so trägt jene doch durch und durch originelles Gepräge, den Charakter vollster Selbständig­keit. Sie beruht mit dem überwiegenden Teil ihrer Angaben auf eigenen Erfahrungen und Anschauungen des Verfassers, und wie sehr ihre Autorität gegolten hat, beweisen die Schriften der Chir­1) ,,Sed hie Galienus extra artem medicine nesciens veritatem insipiens et ver­bosus dicit et clamat multotiens et dubius est in hoc statu novitatis mundi et inscius utrum sit vetus vel novus etc.“ 2) Vgl. S. 231 Anm. 3 b). 3) Vgl. Steinschneider nach dem auf S. 231 Anm. 3 b) genannten Werke. 4) Traité des poisons de Maimonide (XIIe siede) avec une table alpha- bétique des noms pharmaceutiques arabes et hebreux d’aprés le Traité des synonymies de M. Clément-Mullet traduit par le Dr. J. M. Rabbinowicz, ancien interne des hőpitaux de Paris, Lauréat de l’Institut et de la Faculté de méd. (Mention honorable de la faculté de méd. 3. nov. 1865), Paris 1865, Adrien Delahaye, Libraire-Editeur, Place de l’Ecole-de-Méd., 70 pp. in 8°. 5) Gifte und ihre Heilung, eine Abhandlung des Moses Maimonides, auf Befehl des ägyptischen Wezirs (1198) verfaßt, nach einer unedirten hebräischen Übersetzung bearbeitet. Virchows Archiv LVII, H. 1, p. 92—109. VIII

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