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Dr. Alfred Martin: Luthers Stellung zum Gesundbeten

2 wieder: Ob er auch esse, wenn ihn hungerte? Ja, sprach er. Da sagte ich ihm: So möget ihr auch wohl Arzeney brauchen, die Gottes Creatur eben sowohl ist, als Essen und Trinken und Andres, so wir, zur Erhaltung dieses Lebens, brauchen“. — Tischreden, T. 22. S. 1095—1096. „Die Aerzte betrachten in den Krankheiten nur die Causes naturales, aus was natürlichen Ursachen und woher eine Krankheit komme, und wollen derselbigen mit ihrer Arzney helfen, und thun recht daran; aber sie sehen nicht, daß der Teufel oft einem eine Krankheit an den Hals wirft, da man keine natürlichen Ursachen hat. Darum muß eine höhere Arzney da sein, — — — nämlich der Glaube und das Gebet, daß man geistliche Arzney aus Gottes Wort suche“. — Tischreden, T. 22. S. 1924. Es ist natürlich nicht festzustellen, wie weit Luther die Unter­scheidung dieser 2 Krankheitsgruppen auf Grund der von ihm angenom­menen Aetiologie oder wirklich geschehener, ihm bekannt gewordener Heilerfolge getroffen hat. Praktisch bestehen sie ja heute noch als durch Suggestion und nicht durch Suggestion heilbare Krankheiten. Eine dritte Krankheitsgruppe finde ich bei Luther. Er scheint allerdings die mit ihr behafteten Kranken nicht als Kranke aufgefaßt zu haben, und das ist die Anschauung seines Jahrhunderts. Bei diesen war der Teufel nicht nur der Verursacher des Leidens, warf die Krankheit also nicht nur dem Menschen an den Hals, sondern er selbst nahm Besitz von ihm oder der Kranke war der Teufel selbst in Menschengestalt. Ich erinnere mich mehrerer diesbezüglicher Stellen aus den Tischreden. Da schlug Luther allerdings eine andere Therapie vor. So wollte er einen mit Kropf behafteten blödsinnigen Knaben (Wechselbalg, Kilkropf) zu Dessau in der Mulde ertränken lassen, womit aber der Kurfürst von Sachsen und die Fürsten von Anhalt nicht einverstanden waren. Meines Erinnerns wurden dann öffentliche Gebete angeordnet, als deren er­wünschter Erfolg der baldige Tod des Knaben angesehen wurde. Gedruckt bei Julius Sittenfeld, Hofbuchdrucker., Berlin W.

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