Szakcikk gyűjtemény
Dr. Georg B. Gruber: Ueber Wesen und Wertschätzung der Medizin zu allen Zeiten
53 in denen er Arzt und Medizin satirisch gezeichnet, doch ist bekannt, dass dies nicht die einzigen sind; denn es existieren aus seiner ersten Zeit noch zwei kleinere Stücke: » Jalousie de Barbouillé« und »Midecin volant«7 sowie die Titel einiger, vielleicht ein und desselben Werkes, das uns aber verloren ist: »Le Docteur amoureux«, »Les trois Docteurs rivaux<L, »Le Docteur pidantA) Die vier ins Deutsche übertragenen Komödien sind: »A’amour midecin«, »Le midecin malgri luh, »Monsieur Pourceaugnac n und »Le malade imaginaire «. Abgesehen von diesen Stücken, in denen elf wirkliche Aerzte, zwei wirkliche Apotheker, ein Medizinalstudierender und zwei Laien in der Rolle von Aerzten und einer als Apotheker auftreten, lässt er in „Amphitryon“, ,,Avare“ und „Don Juan, ou le Festin de pierre“ Urteile über Arzt und Medizin vernehmen, die nicht schmeichelhaft sind. Fasst man die Meinungen der auftretenden Medizinalpersonen zusammen, so gipfeln sie darin, dass man strikte an der von der Pariser Fakultät vorgeschriebenen Zeremonie des Heilganges festhalten muss, auch wenn der Patient darüber sterben könnte. »Besser nach den Regeln der Wissenschaft gestorben, als gegen die Regeln gesundet!« Das ist ein Leitmotiv.2) Die Aerzte sind durchwegs Humoralpathologen, werfen mit Galen und Hippokrat nur so umher3) und verachten die neue Wissenschaft, die eine Lehre vom Kreislauf brachte.4) Sie kennen in der Regel nur »humores«, die von irgendwoher in das Gehirn steigen und von da aus einen x-beliebigen Körperteil belästigen. Ihre Therapie besteht in Phlebotomie, Aderlass, und zwar zuerst der Basilica, dann der Cephalica, dann der Stirnader5) und dies *) Oskar Kühn, Die Aerzte in den Komödien Moliéres. Neisse 1906. F. Bär. *) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 7. — Ferner: L’amour médecin II, 3 u. 5. 8) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 11. 4) Vgl- Le mal. imagin. II, 6. 6) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 11.