Szakcikk gyűjtemény

Dr. Georg B. Gruber: Ueber Wesen und Wertschätzung der Medizin zu allen Zeiten

43 Was trieben sie in jener Zeit des Aufschwunges und der Reformation und wie begegnete man ihnen? Das Land war damals nicht ruhig. Angefangen von den Fehden und Bauernkriegen — bis zum dreissigjährigen Kriege ergab sich eine Periode, in der das Feld der Chirurgie weit und gross sein musste. Es wurden denn auch Chirurgen angeworben und ihnen »Knechte«, Assistenten, beigegeben. Was solch ein Militärarzt zu tun hatte, erzählt uns ein »Feldarzt«, den Niclas Meldemann in Holz geschnitten.1) »Ich bin erkennet allenthalben Mit wundt artzney und Edler Salben, Auss dem Feldtbüch probiert gerecht, Darmit ich manchem frechen Knecht Geheylet hab frey und gerat, Der vil bainschrötig wunden hat. Wenn bald geschehen ist ein schiacht, So hab ich in dem Lager acht, Das alle Knecht werden gepunden, Die geschossen und auch ser wunden, Auff das ir keiner sey verderben, An hilff oder an labung sterben, Ob er hab weder gelt noch golt, Dess hab ich von den Fenlein solt.« Es ist anzunehmen, dass die Wundarzeneikunst damals zu einer rechten Würdigung kam. Wir könnten das schon aus einer Anzahl illustrierter Büchlein* 2) über diese Materie aus jener Zeit schliessen, wüssten wir nicht, dass auch der Chirurgie ein bewundernswerter Mann als Reformator ge­boren war zu der Zeit, als Luther seine Thesen in Witten­berg anschlug. Das war Ambroise Páré, der aus einer unter der Pariser Fakultät stehenden Chirurgenschule, dem College de St. Come, hervorging. Bis zum Leibarzt Karl IX. und zum Direktor des Hőtel Dieu brachte es dieser äusserst *) Peters: »Arzt und Heilkunst« S. 37. 2) Solche Bücher waren: Gersdorf, »Feldbuch der Wundarzeney« 1528. Strassburg. Brunschwig, »Chirurgie«. 1497. Strassburg. — Vgl. ferner: Jost Ammanns Holzschnitte in Fronsbergers »Kriegsrechte«. 1566. Frank­furt (zit. nach Peters) etc.

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