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Dr. C. Spamer: Ueber die heutige und die frühere Stellung der Psychiatrie zur Gesammtmedicin

(Scparat-Abdruck aus derBerl.klin.Wochcnschr., 1878,Ko. 33.) Ueber die heutige und die frühere Stellung der Psychiatric zur Gesamnituiedicin. (Vortrag, gehalten in dem Giessener ärztl. Vereine.) Von Dr. C. Spanier^ Docent a. d. Universität. Wenn man das Familienleben betrachtet, welches Hygieia mit ihren, bekanntlich sehr zahlreichen Töchtern, Specialwissen­schaften genannt, führt, so kann man der erhabenen Mutter schon nach flüchtigem Blick den Vorwurf einer sehr offenkun­digen Parteilichkeit nicht ersparen. Während sie die älteren Töchter der grossen Welt fortwährend vorführt, und sie ihr als die vortrefflichen und unentbehrlichen preist, lässt sie die jünge­ren, wenn auch längst vollkommen erwachsenen, im Küchen- gewande zu Hause sitzen, und wird erst durch heftiges und langjähriges Drängen derselben bewogen, sie — und zwar zu­nächst gewöhnlich im bescheidensten Gewände — auch in die grosse Welt einzuführen. Das gilt, wie gesagt, nicht von noch unerwachsenen, noch von zwerghaften Töchtern, sondern von wohlausgebildeten, welche in dem grossen mütterlichen Haushalte sich längst unentbehrlich gemacht haben. Man muss heute besonders auf 2 hinweisen: 1) die Hygieine im engeren Sinne und 2) die Psychiatrie, ich möchte hier nur auf Leistung und Stellung der letzteren in der Medicin mit ein paar Worten näher eingehen. Dass die Kenntniss der krankhaften Seelenerscheinuugen heute noch von dem Arzte nicht verlangt wird, ja dass zu ihrer Erwerbung an manchen Universitäten noch gar keine Gelegen­heit geboten ist, dies Factum wird — das kann man wohl mit grösster Wahrscheinlichkeit heute sagen — in 50 Jahren den

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