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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

32 Hand aus dem Jahre 1497 enthält ferner noch eine Reihe an­derer, mannigfacher künstlerischer Arbeiten. Zwei Jahre später kehrte Leonardo mit seinen Freunden Pacioli und Salai nach Florenz zurück, wo er mit kurzen Unter­brechungen bis 1502 weilte. Diesen Abschnitt seines Lebens kennzeichnen die Bildnisse der Ginevra Benzi und'der Lisa bclT Giocondo. Im Sommer 1502 berief ihn Cesar Borgia, Sohn des Papstes Alexander VI, welcher mit dem Plan umging, ganz Oberitalien unter seiner Herrschaft zu vereinigen, als Kriegsingenieur in sein Lager; als solcher bereiste Leonardo die festen Plätze von Umbrien und der Romagna. Dieser Schritt scheint so ganz bezeichnend für den unruhigen Geist Leonardo's. Von der Stafelei, wo er vier Jahre emsig an dem holdesten Frauenbildniß gearbeitet, eilt er auf den Wall einer Festung, um die Geschütze auf die Reihen der Angreifenden zu richten. Von dieser militairischen Inspektionsreise erhielten sich Notizen in seinen Schriften, welche recht augenscheinlich zeigen, wie ihn der Wirbel seiner Ideen bald hierhin, bald dorthin mit sich sortriß, und wie er mitten im Kriegsgetümmel Muße fand zu wissenschaftlichen Betrachtungen. Am 30. Juli 1502 zeichnet er in Urbino einen Taubenschlag, ein Treppenhaus und die Ci- tadelle; am 1. August in Pezzano einige landwirthschastliche Geräthe, am 8. leiht er seiner Ueberraschung Ausdruck über den harmonischen Tonfall des plätschernden Wasiers im öffentlichen Brunnen zu Rimini; am 11. in Cesena entwirft er den Plan einer Villa und beschreibt einen von ihm ersonnenen Karren und andere Werkzeuge zum Einbringen der Weintrauben. Am 1. September construirt er die Brücke von Cesenatico. In Piombino stellt er Betrachtungen an über den Wellenschlag der See, in Siena veranlaßt ihn eine merkwürdige Glocke zu akustischen Betrachtungen. In Siena traf Leonardo der ehrenvolle Ruf der Signorie von Florenz, den neuen Rathhaussaal mit einem Frescogemälde (510)

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