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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

27 scheren Einteilung thierischer Gestaltung": animali ehe hanno l’ossa di fuori. Den Vorgang bei dieser Versteinerung aber dachte sich Leonardo in folgender Weise: „Als das durch Schlamm ge­trübte Wasser der Flüsse diesen Schlamm auf die Thiere des Meeres, welche die Küste bewohnen, absetzte, wurden diese Thiere vom Schlamm bedeckt und mußten unter der Last desselben aus Mangel an der gewohnten Nahrung zu Grunde gehen. Nach­dem das Meer allmählig zurückgetreten war und das salzige Wasser sich verlaufen hatte, versteinerte dieser Schlamm und die Gehäuse der Muscheln blieben anstatt mit den nun zu Grunde gegangenen Thieren mit versteinertem Schlamm erfüllt. Daher befinden sich alle solche Muscheln zwischen zwei Steinen, dem einen, der sie umgiebt und dem andern, den sie einschließen. Beinahe alle versteinerten Muscheln in den Felsen der Gebirge zeigen innen noch die natürliche Schale, besonders jene, die schon alt genug waren und durch ihre Härte sich erhalten haben; von den jüngeren aber, die noch größtentheils mit schleimiger Substanz erfüllt waren, wurden nur die bereits ver­kalkten Theile versteinert. Jene Thiere dagegen, welche die Knochen unter der Haut haben und abseits von dem gewöhn­lichen Bette der Flüsse von Schlamm umhüllt wurden, wurden sogleich von diesem Schlamm durchdrungen, welcher ihre Mus­keln und Eingeweide verdrängte und nur die auseinander ge­worfenen Knochen übrig ließ. Wenn man aber behaupten wollte, die versteinerten Muscheln seien von der Natur unter dem Einfluß der Sterne in den Bergen hervorgebracht worden, wie kann man erklären, daß ein solcher Einfluß an demselben Orte Muscheln von mannigfacher Art und Größe und von verschiedenem Alter zu erzeugen ver­mag? Und wie könnte man mir dann den in verschiedenen Höhen des Gebirges schichtenweise verhärteten Sand erklären? Dieser Sand wurde aus verschiedenen Gegenden durch den (505) i

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