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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher
21 den Grundstein zur mathematischen Physik, welche es später Galilei und Newton ermöglichte, die Bewegungen der Himmelskörper zu erforschen, und unsere Kenntniß der Naturerscheinungen auszudehnen von der Erde bis zu den fernsten noch sichtbaren Gestirnen des unermeßlichen Weltalls. Mit wahrer Lust warf sich der Meister aus die praktische Verwerthung seiner mechanischen Kenntnisse, wobei er seinem er- stnderischen Geist so recht die Zügel schießen lassen konnte. Wissenschaft und Industrie zogen reichlich Nutzen aus diesen Arbeiten. Die Beobachtung, daß Baumwolle begierig Feuchtigkeit aus der Luft aufnehme, veranlaßte ihn, an einer kleinen Wage zwei gleiche Gewichte von Wachs und Baumwolle zu befestigen, um zu sehen, wenn schlechtes Wetter drohe; so entstand das erste Hygrometer, das eine Bestimmung der atmosphärischen Feuchtigkeit und damit eine der wichtigsten meteorologischen Untersuchungen ermöglichte. Die alten Seefahrer bis auf die Conquistadoren des 15. Jahrhunderts schätzten den zurückgelegten Weg ihrer Schiffe nach dem Augenmaße und in den meisten Schriften über Schifffahrtskunde ist die irrige Meinung verbreitet, das Log sei zur Messung nicht früher angewandt worden, als seit dem Ende des 16. oder im Anfang des 17. Jahrhunderts. Der ersten Anwendung des Loggens geschieht aber, wie Humboldt nachwies"), in einem Reisejournal Magge- lans vom Jahre 1521 Erwähnung. Da nun Leonardo im Codex Atlanticus einen solchen Wegmesser für Seeschiffe an- giebt, so ist es ganz gut möglich, daß die Seefahrer dieses für die Kenntniß oceanischer Strömungen so wichtige Instrument seiner Erfindungsgabe danken. Aus der großen Anzahl seiner übrigen technischen Erfindungen seien noch erwähnt: der von den Franzosen dem Pascal zugeschriebene einräderige Bergwerkskarren (Brouette), die U förmig gebogenen Kettenglieder (Vaucanson), die bekannte, gegenwärtig allgemein übliche Thürangel mit Schneckenwindung zum Zufällen der (499) / i