Szakcikk gyűjtemény
Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin
19 und angewandt und wol kaum dürfte zur Zeit eine Klinik, ein Hospital oline ein solches und wol geschulte Laryngoskopiker zu riuden sein. Fernab werden aber auch bald mehr und mehr die Zeiten liegen, in denen Einpackungen des Halses, Gurgelungen, Höllensteinpinselungen, Pimpinellentinktur, Vesikantien, Moxen und Haarseile, Mineralwässer und Badekuren den unglücklichen, nicht laryngoskopierten Halskranken zur Verzweiflung, leider aber oft genug nicht zur endlichen Heilung bringen. Für wie so manchen Kranken dieser Kategorie war und ist die Ungew issheit seines Leidens eine Krankheit sui generis, die Zähigkeit ihres Bestehens aber, das Opfer an Zeit und Geld, das der ersehnten Heilung gebracht wurde, ein schwerwiegender Faktor zu tiefer, gemütlicher Depression, der nicht selten — und meine Erfahrung ist nicht arm an solchen Beispielen, — ein Blick in den Kehlkopf und der durch ihn geschaffene Nachweis einer oft unbedeutenden, oft genug auch leicht zu beseitigenden Veranlassung für diese oder jene Stimmstörung oder sonstige Beschwerde, mit einem Schlage ein Ende zu machen berufen war. Mehr wie in anderen Zweigen der Medizin dürfte hier Diagnose identisch sein mit Therapie und nirgends voll- giltiger wie hier treffen Oppolzers Worte zu, mit denen er in Leipzig im Jahre 1849 (30. Oktober) eine seiner Beden eröffnete: Qui bene diagnoscit, bene curat! Wenn das Laryngoskop, selbst zu diagnostischen Zwecken noch immer nicht allseitiges Gemeingut der Ärzte geworden ist, so darf dies angesichts der ungewöhnlich grossen technischen Schwierigkeiten seiner Anwendung nicht Wunder nehmen, noch viel weniger aber, wenn hierbei intralaryngeale Applikation von Medikamenten, Manipulationen und Operationen etc. in Frage kommen und werden ja diese überhaupt allezeit Besitztum der Spezialisten bleiben, — bis zu einem gewissen Grade aber wird dieser Mangel, wie v. Ziemssen hervorhebt, mehr und mehr und in dem Grade schwinden, als die Hochschulen es sich mehr und mehr angelegen sein lassen, für eine besondere, auch dem praktischen Bedürfnisse des Arztes genügende Vertretung Sorge zu tragen, wie dies in dem letzten Jahrzehnt vielfach und in voi*trefflicher Weise geschehen ist. Die Kliniken haben es verstanden, die Laryngoskopie als einen, den übrigen physikalisch- diagnostischen Hilfsmitteln durchaus gleichberechtigten Bestandteil der klinischen Untersuchung zu behandeln und die Unentbehrlichkeit der laryngoskopischen Lokaltherapie mit voller Schärfe zu betonen. „Das Prinzip der modernen Therapie“, sagt Mosler, „ist das lokalisierende. In dem Streben nach lokaler Therapie beruht der eigentliche Fortschritt. In ihr Bereich wird eine Körperhöhle nach der anderen gezogen; vielfachen klinischen i