Magyary-Kossa Gyula dr.: Magyar orvosi emlékek. Értekezések a magyar orvostörténelem köréből 3. (Budapest, 1931)
Magyar orvostörténeti adattár (1000-1700)
Magyar orvostörténeti adattár 275 örökölt ház után nem fognak községi adót fizetni (Vámossy, 21.). 1607-ben házát, földbirtokát, könyvtárát Horvátországban lakó bátyjának testálja (u. o., 23.). — e) Jeszenszky (Jessenius) János (v. ö. MOE, I. 246.) boncolásai a wittenbergi egyetemen. — Hunn Egid wittenbergi egyetemi tanár írja Mainer Gáspárnak (1599 dec. 12., Friedensburg, I. 616.): „Demnach D(octor) Jessenius (akkor a bonctan tanára az ottani egyetemen) ohnlangst eine weibsperson, so zu Schmidberg gerichtet, allhier vor der burgh anatomirt, so er doch meins Wissens kein specialem concessionem illustrissimi principis, welche eben uff dieselbige person in individuo gerichtet, erlanget und solche anatómia nicht allerdings absque scandalo abgangen, so wolte ich . . . meine gedankhen anzeigen, wie es villeicht mit solchen personen in künftigen zu halten sein möchte; dann, wie ich berichtet werde, wolte D. Jessenius gern (sui privati commodi causa) noch vil solche actus celebrirn. So hielte ich derwegen dafür, dass, was die Weibspersonen betriefft, weil ihrer section halber allerhand bedenkhen, so zum Theil erhaltung zucht und erbarkeit anlanget, dass man hinfüro ime keine weibsperson zur anatómia erlaubete nisi sub duabus his conditionibus: 1. dass er eine fürstlich indultum, welches gar in individuo uff dieselbe person singulariter gerichtet, auflegen köndte; 2. dass mit der gerechtfertigten person hinderlassener freundschaft gutem wissen und willen und geburlichen abtrag gehandelt wurde; dann ich verstehe, dass solches den statutis medice facultatis einverleibt. Es wirdt aber E. e. sich günstig zu erinnern wissen, welchergestalt Jessenius vor anderthalb jahren contra omnem assensum cognationis, id est mariti et propinquorum, eine weibsperson hat zur anatómia ziehen wollen, also gar unverschämpt, dass er auch vermeint hat, man sollte daz sepulcrum wieder öffnen und ihren cörper herausnehmen, welches auch die heiden nicht gestatten, so die sepulcra wellen vor aller violation befreiet haben.1 Ferner was die mans- personen anlanget, ist . . . underschied zu halten zwischen denen, so mit dem schwert, und dann zwischen denen, welche mit dem sträng gericht werden. Dann wer supplicium capitis seu decollati onis hat ausgestanden, dem ist nun die sepultura erschienen von rechts wegen, es wer’ dann sach, dass in dem urtheil expresse gesetzt, dass auch nach ausgestandenem urtheil sein leib noch ferner molestirt und dehonestiert werden möchte. Sonst wo daz nicht austrucklich gesetzt, so ists wider alle recht und billig- keit, dass jemand noch weiter wollte des gerechtfertigten cörper unehreu, es hette denn D. Jessenius sich mit den nechsten angewandten dermessen verglichen und inen solche erstattung gethan, dass sie darmit köndten zufrieden sein, alles besag des statuti medice facultatis. So aber jemand mit dem sträng gerichtet werden soll, weil derselbige mit dem blossen auf- hengen sein urtheil nicht völlig ausgestanden, in erwegung, dass er auch nach erlittenem tod noch ferner hengen muss und seinem cörper in hoc supplicii genere die sepultura vermög urtheils negirt wirdet und also, wenn der cörper zur section herundergenommen und nachmals begraben wirdt, hierdurch er der andern grossem schand erlediget wirdt, dass er nicht zum scheusal darf am gericht hangen bleiben und von rabén verzehret werden, so halte ich darfiir, dass in diesem casu suspendii die anatómia desto eher und mit besserm gewissen concediret werden kan. Doch 1 Ez kétségkívül arra az esetre vonatkozik, mikor Jeszenszky (1598-ban) egy házasságtörés miatt halálra Ítélt nő hullájának kiszolgáltatását kérte. 18*