Eisenmann dr.: Die Kindbettfieber (Erlangen, 1834)

Erste Abtheilung. Allgemeine Betrachtung über die Kindbettfieber

lach haben eine grofse Neigung zu Exsudaten, und wenn diese Ergiefsungen auch in der Regel mehr serö­ser Natur sind, so sind doch auch die Beobachtungen von gerinnstoffigen Flochen und Pseudomembranen in den Scharlach - Exsudaten nicht gar selten. Ich com« promittire hier auf einen aufmerksamen und in diesem Fache gewifs nicht befangenen Beobachter, nämlich auf den fürstlich hohenlohischen Leibarzt Dr. Piöser in Bardenstein *), der in den Scharlach - Ergiefsungen sehr viele Flocken und membranose Concremente, und in einem Falle die Oberfläche des Herzens ganz mit solchen Massen bedeckt fand. Wenn nun der Scharlach bey Kindern und Nicht - Wöchnerinnen solche Producte liefert, wer kann su h dann wundern, wenn derselbe Krankheits - Prozefs während des Wochenbetts bey dem ohne Zweifel in einiger Auf­regung befangenem Bauchfell dieselben Erscheinun­gen um so eher wahrnehmen läfst, wie dieses unter andern der grofse Bo er auch wirklich beobachtet hat. Hört aber diefer Scharlach nun auf Scharlach zu seyn, weil er bey einer Wöchnerin ein mit Flok- ken und membránosén Concrementen reichlich ver­sehenes Exsudat geliefert hat? Wie die Rheumatis­men mit den Pyren, so sind die Erysipelaceen mit den Typhen verwandt, doch darauf kommen wir un­ten zurück. Unter Nro, 11 habe ich eine Krankheit mit dem Namen Enteropyra aufgeführt, diese kommt am häu­*) Dessen Bemerkungen über Scarlatina in den Heidel­berger klinischen Annalen B. VI. S. 582. 3

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