Czermak Johann dr.: Szakcikk válogatás

Dr. Johann Czermak: Physiologische Studien

[437] Physiologische Studien. 15 Schieben wir das Kartenblatt zurück, wodurch es dem Auge genähert wird, so treten die entgegengesetzten Veränderungen an dem sich etwas verkleinernden Bilde ein — es wird lichtstärker und deutlicher, d. h. seine Zerstreuungskreise nehmen an Grösse ab — und die scheinbare Bewegung muss in ihr Gegentheil Umschla­gen, der Gegenstand scheint z ur ückz uweich en. Aus Avelchem Grunde und in welcher Art das Verschieben des Diapbragma’s im ersten Falle eine Vergrösserung, im zweiten eine Verkleinerung der Zerstreuungskreise setzt, ersieht man leicht durch die genauere Betrachtung von Fig. 1 und 2. Dass mit der Vergrös­serung der Zerstreuungskreise eine Verminderung der Lichtstärke gesetzt wird, lehrt der Augenschein — und versteht sich wohl auch von selbst. Vergleichen wir jetzt die unser Urtheil über die Dimension der Tiefe bestimmendenUmstände, welche einerseits die Veränderung des Accomodationszustandes bei feststehendem Diaphragma, andererseits die Verschiebung des Diaphragma’s bei feststehender Accomodation zur Folge hat, so werden wir finden, das diese Umstände für beide Fälle wesentlich dieselben sind, mit dem einzigen Unterschiede, dass bei der Verschiebung des Diapbragma’s der schädliche Einfluss, welchen die willkürliche Veränderung des Accommodationszustandes ausübt (vgl. oben sub b) wegfällt, wodurch es sich denn, abgesehen von der verschiedenen Grösse der hier und dort gesetzten Veränderungen, auch zum Theil erklärt, warum die scheinbare Entfernung und Nähe­rung des Gegenstandes bei Verschiebung des Diaphragma’s ungleich auffallender und beträchtlicher ist, als bei willkürlicher Veränderung des Accommodationszustandes. d) Liegt der Gegenstand, wie in dem sub a betrachteten Falle, weit jenseits des Accommodationspunktes, so sieht man von der Verschiebung des Diaphragma’s gar keinen Erfolg, während, wie bereits sub a erörtert wurde, die Veränderung des Accommodations­zustandes eine sehr auffallende scheinbare Bewegung der Gegenstände bedingt. Dass die Verschiebung des Diaphragma’s hier keine Wir­kung hervorbringt, scheint mir wesentlich darin zu liegen, dass die von fernen Gegenständen kommenden Strahlen zu wenig diver- giren, als dass durch den verschiedenen Standpunkt des Diaphrag­ma’s eine wahrnehmbare Vergrösserung oder Verkleinerung der Zerstreuungskreise, wie wir eine solche für mehr divergirend

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