Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

I. Teil. Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphterischen Larynx-Stenose

0’Dwyers Instrumentarium. 21 Tube in die Mittellinie häufig schwer gelingt (siehe Kapitel über die Technik der Intubation, Seite 28), als wesentliche, wichtige Neuerung angesehen werden kann. Ursprünglich ist der Griff des Intubators aus Holz her­gestellt worden, alsbald ging man zum schweren Metall über, — und in neuester Zeit wird zur Herstellung derselben zwecks möglichst leichter Handhabung das Aluminium verwendet. Der Extubator ist eine nach Art der Larynxsonde gebogene Pince, deren dünne und kurze Branchen an ihrer äußeren Fläche mit Furchen versehen sind; die Branchen entfernen sich durch Fingerdruck voneinander und nähern sich wieder nach Auf hören des Druckes. Dillon Brown schreibt in seinem ,,The construction of 0'Dwyer Tubes“ betitelten oben bereits zitierten Artikel über den Extraktor folgendes: „Die Konstruktion des Extraktors ist kompliziert, und bei der Herstellung desselben hat man drei wesentliche Momente genau zu berücksichtigen. Fürs erste muß derjenige Arm des Extraktors, welcher sich bewegt, wenn man das In­strument öffnet, jener sein, der näher zum Operator gelegen ist, währenddem der gegenüberliegende Arm die Fortsetzung des Griffes bilden muß, wodurch die Entfernung der Tube be­deutend erleichtert wird. Zweitens darf das Ende des In­strumentes, wenn die Arme geschlossen sind, nicht spitzig sein, sondern muß die Form einer stumpfen Sonde nachahmen, um nicht in das weiche laryngeale Gewebe einzudringen und einen falschen Weg oder ausgebreitete Verheerungen zu ver­ursachen, wenn die Branchen sich-entfernen. Drittens darf ein solches Instrument, an dessen Griff keine regulierbare Schraube („regulating screw“) angebracht ist, nicht verwendet werden, weil diese Vorrichtung es verhindert, daß die Branchen weiter, als wünschenswert, auseinander gehen. Wenn wir es duldeten, daß sich die Branchen in vollem Maße voneinander Fig. 9. (Nach Trumpp.)

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