Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation
II. Teil. Über den Wert der Intubation bei sonstigen mit Stenose der oberen Luftwege einhergehenden Erkrankungen
Narbige Kehlkopfverengerungen. 179 2. Kapitel. Narbige Kehlkopfverengerungen. Wie wir bereits gesehen haben, hatte 0’ Divyer sein Verfahren schon im Jahre 1885 auf die Behandlung der chronischen Larynxstenosen ausgedehnt, und insbesondere bei der Behandlung der narbigen Stenosen mit der Intubation sah er solche Resultate, die ihn im Jahre 1887 zu folgendem selbstbewußten Ausspruche berechtigten: ,,Had intubation of the larynx proved a complete failure in the treatment of croup, I should still feel amply repaid for the time and expense consumed in developing it, for I believe it offers the most practical and rational method yet devised for the dilatation of chronic stricture of the glottis.“ Mit der Intubationsbehandlung nicht luetischer narbiger Strikturen befaßten sich außer 0’Dwyer Dillon Brown, Metzeroff, Cholmeley, Ranke, Rosenberg, Schmiegeloff, Guy er, Hartwig, Chiari u. a., und die von den Genannten beobachteten Erfolge konnten 0’Dwyers obigen Ausspruch nur unterstützen. Nach alldem, was ich im ersten Teile meiner Arbeit (siehe S. 143) über die Behandlung der nach Intubation zeitweise folgenden und durch Decubitalgeschwüre bedingten narbigen Strikturen mit Krankheitsfällen illustriert anführte, bin ich in diesem Kapitel der ausführlichen Schilderung des Dilatations verfahre ns der narbigen Kehlkopf strikturen nicht luetischen Ursprungs durch Intubation enthoben, weil ich ausführlich darlegen konnte, daß sich in ähnlichen Fällen entweder durch ausschließliche Intubation oder durch einem blutigen Eingriffe folgende methodische Intubation, wenn auch mit großer Mühe und Ausdauer ein endgültiges Resultat erreichen läßt. An dieser Stelle möchte ich meinen in den betreffenden Kapiteln niedergelegten Ausführungen bloß hinzufügen, daß Schmiegeloff (1894), Killian (1895), sowie Störck derartige spezielle Tuben bzw. Kanülen konstruierten, mit deren Hilfe in Fällen, wo der methodischen Erweiterung ein blutiger Eingriff vorausgehen mußte und zu wünschen steht, daß die Kanüle während der langwierigen Dilatationsprozedur nicht endgültig entfernt werde, eine Zusammenziehung der Tracheal fistel hintangehalten werden kann, was ansonsten bekanntlich in kürzester Zeit einzutreten pflegt, — bzw. die Möglichkeit geschaffen ist, daß trotz stets verweilender Kanüle die Einführung der 0 'Dwyersehen Tuben keinen besonderen Schwierigkeiten begegnet. Die Schmiegeloff sehe mit Ergänzungsrohr versehene Tube und die Störck sehe spezielle Trachealkanüle ist in den Fig. 95 und 96 zu sehen. 12* Fig. 95. Fig. 96.