Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

II. Teil. Über den Wert der Intubation bei sonstigen mit Stenose der oberen Luftwege einhergehenden Erkrankungen

Uber den Wert der Intubation bei sonstigen Stenosen. 171 f) Narbige Kehlkopfstenosen: ix) geringgradige Verengerung: Intubation; ß) hochgradige Verengerung: nach vorheriger Tracheotomie Intubation oder Intubation nach endolaryngealer Durch­schneidung des Hindernisses; y) Stenose nach Tracheotomie: Intubation; ö) Striktur nach Intubation: Tracheotomie und danach pro­longierte Intubation; e) Diaphragma vor oder nach Tracheotomie: endolaryn- geale Durchschneidung des Diaphragmas und danach Intu­bation. 3. Nervöse Erkrankungen: <x) Spasmus: Intubation, mit Ausnahme, wenn ein Aneurysma oder eine Geschwulst die Ursache bildet; ß) Paralyse: Intubation, wenn die Paralyse leicht heilbar ist (Hysterie, Syphilis, Lähmung nach Tracheotomie). 4. Kehlkopfgeschwülste: a.) gutartige Geschwülste: nicht intubieren; ß) bösartige Geschwülste: Intubation nur bei zweifelhafter Diagnose, während der Dauer der spezifischen Kur. C. Erkrankungen der Luftröhre: 1. Innere Prozesse: a) traumatische Läsionen: <x) Verwundungen und Verletzungen: Tracheotomie; ß) Fremdkörper: Tracheotomie; Intubation nur ausnahmsweise, wenn der Fremdkörper sehr klein ist. b) Entzündliche Prozesse: bei Erkrankungen des oberen Teiles der Luftröhre sind die Indikationen dieselben wie beim Kehl­kopfe. c) Nervöse Erkrankungen: Intubation, eventuell Tracheo­tomie. d) Geschwülste: Tracheotomie. 2. Äußere Läsionen durch Druck: Intubation kontraindiziert. Ich habe nicht die Absicht, die obige mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Tabelle Sargnons eingehender kritisch zu überprüfen und deute bloß darauf hin, daß das O’ Dwyer sehe Verfahren bisher außer bei Diphtherie ins­besondere bei luetischen Strikturen, nicht luetischen narbigen Verengungen, bei Laryngitis subglottica hypertrophica und Dekanülementschwierigkeiten zur Geltung gelangte. Daß außer dem Aufgestellten auch bei sonstigen pathologischen Zu­ständen ernste Versuche — mehr oder weniger erfolgreiche — mit dem Intubationsverfahren angestellt wurden, geht aus nachstehendem genügend hervor. Daß die Tracheotomie nicht bei jeder Form von Stenosen der oberen Luftwege durch die Intubation zu ersetzen ist und daß die Tracheotomie

Next

/
Thumbnails
Contents