Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

I. Teil. Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphterischen Larynx-Stenose

obachtungen die Verengerung, respektive die narbige Okklusion nach der der Intubation folgenden sekundären Tracheotomie aufgetreten war, — eine Ausnahme bilden der eine Fall von O' Dwyer- Lesser und eine eigene Beobachtung, über die ich später (S. 151) ausführ­lich berichte. Über die näch. der Intubation entstandenen Kehlkopf Verengerungen. 147 Nachdem ausgebreitete und bis zum Knorpel dringende, auch diesen manchmal in großer Ausdehnung zerstörende Geschwüre ausschließlich im Niveau des Ringknorbels zu finden sind, kommen die narbigen Ver­engerungen und narbigen Verschlüsse ebenfalls ausschließlich in dieser Gegend zur Beobachtung. Zur Skizzierung des pathologisch-anatomischen Bildes dieser Ver­änderungen halten wir es für das richtigste, Boulay1) und Galatti* 2) wort­getreu zu zitieren, weil sie eine genaue, so­zusagen klassische Beschreibung des in ihren Fällen vorgelegenen pathologischen Befundes geben. Boulay gibt die Beschreibung seines Falles, bei welchem Broca die Laryngofission vollzog (5 V2 jähriges Kind), auf Grund des bei der Operation erhaltenen Einblicks in folgendem: la région sous-glottique est com- blée sur une hauteur de 3 ä 4 milli- métres immédiatement audesSous des chordes par un tissu dense, serré, scléreux, formant un véritable cloison transversale dönt les deux faces, supé- rieure et inférieure sont parcourues de stries rayonnées se prolongeant jus- que sur les parois du larynx: on eűt dit, que l’organe tout en conservant son calibre extérieur normal eűt subi en ce point une constriction circulaire énérgique et que la muqueuse se fűt plissée longitudinalement sous cette in­fluence, ä la faljon du col d’une bourse“. Galatti gibt den Sektionsbefund (Professor KolisJco) seines tödlich verlaufenen Falles in folgendem: „Der Kehlkopf von normaler Weite. Seine Schleimhaut blaß, oberhalb beider falscher Stimmbänder ganz seichte, leicht narbige Vertief ungen zeigend. 1 cm unterhalb der wahren Stimmbänder dem Ringknorpelringe entsprechend das Lumen des Larynx auf Hirsenkorn weite verengt und daselbst die Schleim­haut narbig verdichtet. — Das Perichondrium des Ring­knorpels dieser Stelle entsprechend ebenfalls narbig ver­Fig. 77. Schematische Abbildung der narbigen Okklusion. (Nach Galatti.) q Arch, de Médicine des Enfants. 1898. Nr. 2. 2) L. c. 10’

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