Argenti Döme dr.: Hasonszenvi gyógymód és gyógyszertan kezdő h. orvosok és művelt nemorvosok használatára 1. (Pest)

Elméleti hasonszenv. Elméleti homoeopathia

98 csővi (microscop) és kórboncztani vizsgálódásaikba keveset törőd­nek az orvostannak mint gyógytannak lényegével. A gyakorlati térre lépő orvos mármost átlag semmi tudományos alappal sem bir. A közönséggel van dolga, melynek betegségeiből életét akarja fentartani; tehát a közönség és annak nyomorult előítéleteihez alkalmazkodik; gépies vényfirkász (Recept-Scribler), kuruzsoló hez és igy az emberi nem elfajzását nagyban előmozdítja a gyógyszerek­kel való visszaélés által. Nem csodálkozhatunk igy, hogy jelenleg a betegségek gyógyítása átalában oly ügyetlenül, fejetlenül és mes­teremberes gépiességgel űzetik s hogy a nép halandóssága oly köny- nyelmüen fokoztatik.“ Rademacher (Erfahrungs-Heillehre etc.): „Ihr bringt die Krankheit unter eine krankheitslehrige Kategorie, macht nach dieser Eure Indication, und sucht dann in der materia medica die Mittel aus einer solchen heilmittellehrigen Kategorie, welche auf die krankheitslehrige Kategorie passt, unter welche Ihr die Krank­heit gereihet. Ist Eure Rechnung richtig, so muss Eure Arznei nöthwendig helfen: aber siehe! die Arznei versagt die festerwar­tete Hilfe, ja die Krankheit wird wohl gar schlimmerdarauf. — Irren ist menschlich; Ihr habt Euch verrechnet; — fangt nur ge­duldig die Rechnung noch einmal von vorne an. Neue Indicationen werden gemacht, neue Mittel aus dem Arzneischatze gewählt: aber, ach Jammer! das Ding will noch nicht rutschen; — Ihr müsst wohl wieder die Rechnung ohne den Wirth gemacht haben. — Nur frischen Muth! und noch einmal die Rechnung gemustert! viel­leicht wird es dann besser gehen. So bleibt Ihr am Grübeln, und am Spähen, am Wählen, und am Verwerfen, bis Ihr entweder das wahre Heilmittel trefft, oder bis der Kranke von selbst geneset, oder bis er stirbt.— Könnt Ihr es nun leugnen, dass Ihr in bestän­digen Täuschungen lebt, und unaufhörlich gescheiterte Pläne zu beklagen habt! mir scheint aber, werthe Herren und Freunde! ein Leben, das unter beständigen Täuschungen hingeht, ist ein schlech­tes, ein wahrhaft erbärmliches Leben.“ Reil (Fieberlehre 1811.): „Ich bin jetzt vollkommen über­zeugt, nachdem ich lange genug von dem Strudel grundloser Hypothesen hin- und hergeworfen bin, dass es Regionen in der Medizin gibt, wo es noch stockfinstere Nacht ist, und welche nicht durch Hypothesen, sondern nur dui'ch Versuche und Erfahrungen aufgeklärt werden können.“ Chaulant (Zeitschrift für Natur und Heilkunde 1. Bd. 2. Heft, S. 313.): „Wir wollen vom Dunkelsten das Licht verbreiten, aber es will nicht hell werden: wir haben auf den Sand des Meinens gebaut, und das Gebäude schwankt wie das Rohr im Winde.“ Girtanner: „Da die Heilkunde keine festen Principien hat; da nichts in derselben ausgemacht ist; da es nur wenig sichere,

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