Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2004 (3. évfolyam)

2004 / 3-4. szám - EURÓPAI UNIÓ - Győri Enikő: A megosztottság nem akadálya a sikerességnek - Málta EU-csatlakozása

Résumé branches of industry, services, and tourism). Malta wishes to create a European level of welfare by keeping its own strongly Mediterranean profile and network of relations. It looks on them not as liabilities, but as treasures it has brought into the Union. Die Geteiltheit ist kein Hindernis für den Erfolg - der Beitritt Maltas zur EU Durch den Beitritt des kleinen síid europäischen Inselstaates zur EU hat ein mehrere Jahrzehnte dauernder innenpolitischer Streit zwischen der Nationalen Partei, die für den Beitritt war, und der vehement dagegen protestierenden Labour Party sein Ende erreicht. Also ist die Frage von der Tagesordnung gelangt, ob Malta Mitglied oder strategischer Verbündeter der EU sein soll. Der mit einer europäischen und mediterranen Identität zugleich und über vielerlei kulturelle Traditionen verfügende Staat will zu einem Musterstaat des mit vielen Schwierigkeiten kämpfenden Mittelmeerbeckens werden, und will damit beweisen, dass auch ein Land mit kleiner Fläche und Bevölkerungszahl, das innenpolitisch zutiefst gespalten ist, Erfolge erzielen kann. Dies hatte Malta bereits im Laufe der Beitrittsverhandlungen damit unter Beweis gestellt, dass es für sich sehr günstige vorteilhafte Bedingungen erreicht hatte. Dies war in erster Linie der Vorbereitung des Verhandlungsteams zu verdanken, dem Umstand, dass die Anträge gut untermauert waren, dass ein klares Argumentensystem verwendet wurde, bzw. dass es der EU wegen der Kleinheit des Landes keine Schwierigkeiten bereitete, Zugeständnisse zu machen. Darüber hinaus operierten die Malteser sehr geschickt auch mit der Individualität ihrer Probleme. Die dringlichste Aufgabe Maltas ist jetzt die Belebung der Wirtschaft, das in den Vordergrundrücken der wettbewerbsfähigen Aktivitäten. Nach dem erfolgreichen Strukturwandel in den achtziger und neunziger Jahren (der Übergang zu Hightech­industriezweigen, die Entwicklung der Dienstleistungen und vor allem des Tourismus) kann auch das Inordnung-Bringen des Staatshaushaltes nicht länger auf sich warten. Malta will den Wohlstand auf europäischem Niveau so sicherstellen, dass es inzwischen nicht seine eigene Besonderheiten verliert und sein stark mediterranes Profil und sein Beziehungssystem bewahrt. All das erlebt Malta nicht als eine Belastung, sondern als Schatz, den es mit sich in die EU gebracht hat. 2004. ősz-tél 79

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