Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2004 (3. évfolyam)

2004 / 1-2. szám - KITEKINTÉS - Pintér Attila: Mecsetek és katonai barakkok között. A politikai pártok evolúciója a török politikai rendszerben

ésumé product of both tradition and modern developments: there are democratic institutions, the legal system is codified, the political elite is inclined to observe the rule of law and the legal standards. The Turkish voters' identity depends partly on what system they were brought up in. 99 per cent of the population are Muslims, from them 75 percent are Sunnies and 25 percent are Shiites (Alevites). Another line of cultural separation runs between the Turkish and the Kurdish populations. However, the most important dividing line is not between religious or cultural backgrounds, but between the urban and the rural populations. The military, which enjoys special status in the country, is the most important supporter of the Atatiirkien institutions. After the elections in 2002, the political elite of the Atatiirkien tradition lost its power, and so the single most important question of the new political era is whether this political elite can regain its power. Attila Pintér: Zwischen Moschees und Baracken. Evolution der politischen Parteien im türkischen politischen System Von der Entstehung der Republik Türkei ganz bis zum Jahre 1946 war für das türkische innenpolitische Leben infolge der Republikanischen Volkspartei das Einparteiensystem charakteristisch. Das politische System wurde von 1946 an durch die Entstehung der Demokratischeen Partei zu einem zweipoligen System und blieb dies ganz bis zum Jahre 1980. Nach 1980 trat infolge der Verdoppelung der links- und rechtsgerichteten Parteien vom Anfang der 90er Jahre an immer markanter der religiöse Fundamentalismus, vom Ende des Jahrhunderts an der die pantürkische Ideologie verkündende Nationalismus auf. In der Evolution des türkischen politischen Systems spielte und spielt der Zerfall der zweipoligen Weltordnung, die schnelle gesellschaftliche Mobilisierung, die häufigen Modifizierungen der Verfassung und der ethnisch-religiöse Kampf eine große Rolle. Das gegenwärtige türkische politische Modell ist das Produkt des Übergangs zwischen der traditionellen und der modernen Einrichtung: es hat demokratische Institutionen, das Rechtssysten ist kodifiziert, zur gleichen Zeit ist jedoch die politische Elite geneigt, die Gesetze und die Rechtsnormen außen Acht zu lassen. Die Identität der türkischen Wahlbürger wird davon bestimmt, in welchem Unterrichtssystem sie erzogen worden sind. Die Türkei ist von mehreren Gesichtspunkten aus geteilt. 99 % der Bevölkerung sind Mohammedaner, davon sind 75 % Sunniten, 25 % Schiiten (Aleviten). Eine strenge Trennlinie stellen die kulturellen Unterschiede dar, die vor allem zwischen der türkischen und der kurdischen Bevölkerung liegen. Die bedeutendste Bruchlinie jedoch bedeutet nicht die Religion oder die Kultur, sondern der Unterschied zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung. Die Armee, die im Leben des Landes eine besondere Stellung einnimmt, 2004. tavasz-nyár 155

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