Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2003 (2. évfolyam)

2003 / 2. szám - EURÓPA - Teszler B. István: A külső fejlesztési alapok mint az Európai Unió globális politikájának eszközei - az integrációs érettség tükrében

Résumé Äußere Entwicklungsfonds als Mittel der globalen Politik in der EU-im Spiegel der Vorbereitung auf die Integration Wie ehemalige Kolonien zu assoziierten Gebieten des Vertrags von Rom werden, erweitert die EU kontinuierlich ihre Entwicklungspolitik. Die EU stellt mehr als 50 % aller Hilfsleistungen zur Verfügung und ist im Allgemeinen auch der wichtigste Handelspartner, so hat ihre Tätigkeit einen globalen Umfang. Wegen der Ereignisse in der Weltpolitik sowie der internen strukturellen und geopolitischen Veränderungen dehnte die Gemeinschaft ihre Hilfsprogramme allmählich auf 71 Länder aus, angefangen mit der Mittelmeerregion über Lateinamerika bis nach Asien. Die Bewahrung der früheren kolonialen Positionen, die Renaissance der Entwicklungspolitik der 60er und 70er Jahre und der Ausgleich des sowjetischen Einflusses spielten in diesem Prozess immer eine wichtige Rolle. Im Zeitraum zwischen 1990 und 1994 waren grundlegend politische und wirtschaftliche Veränderungen eingetreten. Am Ende des Kalten Krieges wurden von der Gemeinschaft Europaabkommen mit den Ländern Mittel­und Osteuropas, sowie mit den baltischen Staaten abgeschlossen, in den Jahren 1990 und 1991 wurden zwei bedeutende Entwicklungsfonds, PHARE und TACIS, gegründet. Der Vertrag von Amsterdam (1997) festigte dann die politische Einheit und die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik weiter, legte ein großes Gewicht auf die ökologischen und menschenrechtlichen Angelegenheiten und erweiterte den globalen Charakter der Zusammenarbeit. Die früheren sozialistischen Länder, 8 der 10 neuen Mitgliedsländer, zu ihnen gehört auch Ungarn, haben seit den 1950er Jahren eine unterschiedliche internationale Entwicklungszusammenarbeit betrieben. Je nach den vorherrschenden ideologischen und politischen Losungen und nach dem Zustand des Ost-West-Konflikts äußerte sich die Zusammenarbeit zeitweise in der Solidarität mit dem internationalen Proletariat und in seiner Unterstützung, oder in der technischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit (auch mit den „progressiven", nicht paktgebundenen Ländern), oder nahm die Form von Quasi-Unternehmen und -Projekten an (z. B.: Lateinamerika, Nordafrika, Indien), oder bedeutete einfach eine geschäftliche Aktivität mit den sich wegen des plötzlichen Anstiegs der Erdölpreise meldenden, über Petrodollars verfügenden Ländern (Nigeria, Iran, die Staaten am Persischen Golf). Während zu dieser Tätigkeit im Westen zahlreiche Hilfs- und Entwicklungsorganisationen der Regierungen (USAID, GTZ, NORAD) und Kirchen sowie NGOs gegründet wurden, wurden für diese Aktivitäten in diesem Teil Europas Außenhandelsunternehmen vom Typ Metro und Metrimpex geschaffen. Einige der Besonderheiten der Entwicklungsländer trafen auch auf „die zweite Welt" zu (Rumänien gab dies sogar offen zu) - die mittel- und osteuropäischen Länder kauften sich entwickeltes Know-how und entwickelte Technologien von der „Mitte" (wozu sie sich die erforderlichen harten Devisen aus den Geschäftsbeziehungen mit den Entwicklungsländern beschafften). Für die Beziehungen 2003. nyár 195

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