Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2003 (2. évfolyam)

2003 / 2. szám - EURÓPA - Dér Aladár: Európai és nemzeti identitás

Résumé und die politische Irrationalität zugrunde gelegt und eher das zweite Paradigma akzeptiert, auf die markante Kode- und Politikargumentation und - auf die „Ethnogenese" fundierte - nationaltheoretische Argumentation gestützt. 2. In Bezug auf das Verhältnis der beiden Identitätsformen haben wir die Dreierklassifikation von Max Haller - das Konfliktverhältnis, das neutrale und das komplementäre Verhältnis - zugrunde gelegt. Der Konfliktthese nach entsteht die europäische Identität zu Lasten der nationalen und löst historisch die ab, der ihr antizipierbares Bestehenbleiben der Nationalfunktion von soziologischem, psychologischem und politischem Gesichtspunkt aus widerspricht. Die Neutralitätsthese spricht vom passiven-mechanischen Nebeneinanderexistieren der zweierlei Identitätsbewusstseine (siehe: ,,Mosaik-Europa"-Konzeption), was von der Sprungbrettfunktion der gemeinsamen Rolle, bzw. von der gemeinsamen Rolle der zweierlei Bindungen in der Welt der politischen Ideologien und der Attitüden widerlegt, negiert wird. Nach der Komplementär-These festigen und ergänzen die zweierlei Identitäten einander wechselseitig, durchdringen und überlappen einander, - als Bestandteil der mehrfachen Bindung, der Multi- oder Polyidentität des modernen europäischen Menschen, was für uns zugleich auch das am meisten präferierte Zukunftsbild bedeuten kann. 3. Die Bedingungen und Tendenzen der Entwicklung der europäischen Identität betreffen beide Identitätsformen. Die europäische Identität muss ihren gegenwärtigen pragmatisch-utilitaristischen Charakter überwinden, sie muss sich losreißen von der kosmopolitischen Attitüde und muss auf die „nationale" Anerkennung fokussieren. Auch die „neuerliche Differenzierung" der nationalen Identität ist erforderlich, falls sie die europäische Dimension erhält und ihren traditionellen exklusiven Charakter ablegt (siehe das „Neonationalismus-Paradigma"). Eine wesentliche Bedingung ist noch die Schaffung bzw. Vervollständigung der „aus mehreren Ebenen bestehenden" europäischen politischen Architektur, was am besten der Grundformel mit den Multiidentitäten entspricht und dazu beitragen kann, dass das europäische Denken sich vom Zwang des „Entweder-Oder" frei machen kann. Identité européenne et nationale L'étude se consacre ä l'analyse comparative des deux formes d'identité en soulignant trois problématiques: 1. Conceptuellement, on peut souligner le dilemme de l'homogénéité (identité européenne = „euronationalisme") et de l'hétérogénéité (identité européenne = une formation „sui generis"). Dans la littérature, la plupart des spécialistes - compte tenu du manque des conditions de 1"'euronationalisme" et de sont irrationalité politique ­54 Külügyi Szemle

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