Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
607. 6. 3. 1941 Lissabon 608. 6. 3. 1941 Ankara 609. 7. 3. 1941 Budapest 610. 7. 3. 1941 Ankara 611. 7. 3. 1941 Berlin 612. 7. 3. 1941 Berlin 613. 8. 3. 1941 Belgrad 1376 schon von November an wahrscheinlich; die deutschen Truppen greifen Griechenland vorerst nicht an, sondern lassen Italien Zeit, an der albanischen Front Erfolge zu erreichen; die Deutschen rechnen mit keinem Widerstand in Griechenland; der deutsche Gesandte drückte sein Mißtrauen gegenüber Jugoslawien aus; es ist zu erwarten, daß sie den Dreimächtepakt unterschreiben, aber deshalb mit keinen Vorteilen rechnen können, vielleicht aber damit den Einmarsch deutscher Truppen umgehen. 916 Bericht des ungarischen Gesandten in Lissabon an den Außenminister Der Gesandte habe ein allgemeines politisches Gespräch mit dem neuen englischen Botschafter geführt, der es für wünschenswert hielt, wenn es zu einer englisch-deutschen Einigung kommen könnte; eine Einmischung der Sowjetunion halte er nicht für wahrscheinlich: Bulgariens Beitritt zur Achse verurteilte er. 917 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenminister Nach einer vertraulichen Information des türkischen Chefsekretärs des Äußeren tritt die Türkei nicht in den Krieg ein, weil dies die mangelhafte Ausrüstung nicht erlaube; er sieht den Ereignissen allerdings mit wachsamer Erwartung entgegen und befürchtet, daß man auch Jugoslawien zur Politik der Achse zwingen wird, was dann den auf die Türkei ausgeübten Druck der Deutschen verstärken würde; die Türkei vertraut auf den englischen Sieg und kann nur von daher Hilfe erwarten ; es kann jedoch auch passieren. daß bei durchschlagenden deutschen Erfolgen in der türkischen Politik eine neue Wende eintritt. 920 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Konsul in Montreal Der Außenminister gibt dem Gesandten die Anweisung, gegen die Äußerung des kanadischen Ministerpräsidenten zu protestieren, nach der Ungarn vom Handel her gesehen als feindlicher Staat zu betrachten sei, weil Ungarn kein kriegsführender Staat sei und in seinen rechtlichen Beziehungen zu Großbritannien und den Dominien keine Änderung eingetreten sei. 921 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenminister Die Worte des türkischen Außenministers lassen daraufschließen, daß man eine Aktion Bulgariens gegen Griechenland nicht für wahrscheinlich halte; man hegt die Hoffnung, außerhalb des Konfliktes bleiben zu können: Griechenlands Lage wird pessimistisch beurteilt. 921 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Ein gut informierter und in hohem Rang stehender Beamter des Reichspropagandaministeriums äußerte sich empört über die italienischen Führer und namentlich über Ciano sowie über das Offizierskorps ; er machte sie für die Erfolglosigkeit des Krieges verantwortlich. 922 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Die Entwicklungen auf dem Balkan haben die deutsch-sowjetischen Beziehungen verschärft; dies wird zwar offiziell dementiert, aber doch hört man immer mehr kritische Stimmen zur sowjetischen Politik; nach dem Gesandten ist der Zusammenstoß zwischen den zwei Systemen wegen des grundsätzlichen Gegensatzes unvermeidlich. 923 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Die Besetzung Bulgariens durch die Deutschen hat^Aufregung hervorgerufen, und das — seiner Meinung nach falsche — Gérücht geht um, daß ge-