Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

371. 20.9.1940 Rom 372. 20. 9. 1940 Berlin zur Sprache, in denen von angeblichen Verletzungen der Deutschen in Un­garn die Rede ist; er betonte, was im Wiener Minderheitenabkommen fest­gelegt sei, entspreche auch den Absichten der ungarischen Regierung. Er sprach über die Kolonialisierungsbestrebungen vergangener Zeiten in Un­garn. die bei einzelnen ungarischen Kreisen gegenüber den deutschen Volksgruppen Mißtrauen hervorgerufen hätten. 598 370. 19. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Im Zusammenhang mit den Dokumenten Nr. 366, 368 und 369 teilt der Gesandte Einzelheiten des Gespräches mit Frick mit und hebt besonders die Bemerkungen des deutschen Innenministers über das ungarische „feu­dale" System hervor sowie dessen Meinung, daß in Ungarn gewisse soziale Reformen unvermeidlich scheinen, vor allem Veränderungen in den Land­besitzverhältnissen, obwohl er einsehe, daß es wegen der Gewährleistung des Produktionsniveaus während des Krieges nicht zweckmäßig sei, eine Besitzreform durchzuführen: aufgrund seiner Äußerungen im Zusammen­hang mit dem Krieg hat der Gesandte den Eindruck gewonnen, daß Eng­land bis Ende Oktober besetzt werden soll. 600 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Nach dem spanischen Botschafter würde die Besetzung Gibraltars Spa­niens Eintritt in den Krieg bedeuten, was es jedoch wegen seiner schwachen Meeres- und Luftflotte vermeiden möchte; der Presse zufolge war es für Ribbentrop bei den römischen Verhandlungen ein wichtiger Punkt, in der Balkan-Frage einen einheitlichen Standpunkt auszuarbeiten. 602 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Im Zusammenhang mit den Dokumenten Nr. 366 und 368 sei nach Meinung des deutschen Auswärtigen Amtes in Budapest nicht nur eine deutschfeindliche Stimmung im Entstehen, sondern auch das Interesse für England sei wieder erwacht; der Gesandte empfiehlt gegenüber solchen Stimmungen Schritte einzuleiten, damit es in den deutsch-ungarischen Be­ziehungen nicht zu Störungen kommt, die nicht wiedergutzumachen sind. 602 373. 20. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Villani berichtet über den gleichzeitigen Besuch des deutschen Außenmini­sters Ribbentrop und des spanischen Innenministers S. Suner in Italien; er nimmt an, daß Ribbentrops Besuch sowohl für die weitere militärische als auch für die politische Zusammenarbeit große Bedeutung zukommt; die beiden Großmächte wollen die Frage der Neuordnung Europas lösen, hauptsächlich die Probleme der griechischen und jugoslawischen Gebiete sowie die Beziehungen der Türkei zu den Achsenmächten; Suners Besuch kommt wegen Spaniens Anschluß an die Politik der Achse Bedeutung zu, für den das Gibraltar-Problem eine Schlüsselfrage darstellt (siehe Doku­ment Nr. 371). 603 374. 20. 9. 1940 Bericht des zeitweiligen Geschäftsträgers der ungarischen Gesandtschaft in Belgrad Belgrad an den Außenminister Aufgrund der französischen, bulgarischen und jugoslawischen Presse sowie eines Gesprächs mit dem bulgarischen Gesandten Stoilow berichtet der Ge­sandte davon, daß sich die bulgarisch-jugoslawischen Beziehungen wegen der bulgarischen territorialen Forderungen verschlechtert haben, obwohl eine vertrauliche Mitteilung von Stoilow den Schluß erlaubt, daß Jugosla­wien bereit ist, mit Bulgarien und Ungarn über territoriale Fragen zu ver­handeln, würde es der Gesandte für besser halten, wenn Ungarn dem Bei­spiel Bulgariens folgen und mit Gebietsforderungen auftreten und damit gegenüber Jugoslawien eine gespannte Almosphäre schaffen würde. 605 1342

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