Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
308. 22. 8. 1940 Budapest 309. 22. 8. 1940 Berlin 306. 21. 8. 1940 Telegramm des ungarischen Militärattaches in Rom an den Generalstabschef Rom Der Militârattaché teilt mit, er werde beim nächsten fälligen Besuch bei Mussolini zur Sprache bringen, daß aufgrund einer ungarischen Aufzeichnung in der Angelegenheit Siebenbürgens die Zeit der von italienischer Seite versprochenen materiellen Hilfe gekommen sei, obwohl wegen der politischen Lage dieser Wunsch die daran geknüpften Hoffnungen wahrscheinlich nicht erfüllen wird. 496 307. 21. 8. 1940 Radio-Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den AuLondon ßenminister Der Chefsekretär des Äußeren wies auf die Verschlechterung der englischrumänischen Beziehungen hin und drückte die Hoffnung aus, daß man bei der Lösung der Siebenbürger Frage eine friedliche Möglichkeit finden werde; er gab weiter an, daß man Benes zu verstehen gegeben habe, daß die Anerkennung der tschechoslowakischen Regierung nur prinzipielle Bedeutung habe und in Grenzfragen nichts präjudiziere. 496 Schreiben des Generalstabschefs an den Außenminister Zur Kenntnisnahme schickt er Valeriu Pops dem König und der Regierung von Rumänien übersandtes Memorandum zur Siebenbürger Frage, das sein am 2. August vor den rumänischen Führern in Siebenbürgen gehaltenes Exposé enthält. 498 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Bei einem Empfang des Landwirtschaftsministers Mihály Teleki stellte Ribbentrop die Lage der Achsenmächte und ihre Aussichten im Krieg durchaus günstig dar und meinte dazu, daß man mit den Luftangriffen und der Realisierung der Blockade gegen England ins letzte Stadium des Krieges eingetreten sei; er wies auf die Gewichtigkeit der Judenfrage in Ungarn hin und teilte im einzelnen Hitlers Vorstellungen von der Lösung der Judenfrage mit. Nach den Informationen des Gesandten hat Ribbentrop die rumänische Regierung aufgefordert, eine nachgiebigere Haltung gegenüber Ungarn einzunehmen. 500 310. 22. 8. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Sztójay berichtet über das Gespräch zwischen dem ungarischen Militârattaché, dem Landwirtschaftsminister Graf Mihály Teleki und Darré über die Siebenbürger Frage; Darré betonte nachdrücklich und wiederholt, daß eine bewaffnete Einmischung die Auflösung der ungarisch-deutschen Freundschaft bewirken würde von unübersehbaren Folgen für Ungarn wäre, weil Deutschland nicht zulassen würde, daß man es im Kampf gegen England behindere; von ungarischer Seite sicherte man Darré zu, daß man bemüht sei, einen bewaffneten Konflikt mit Rumänien bis zur äußersten Grenze der Möglichkeiten zu vermeiden, aber sie drückten auch ihre Besorgnis aus, daß die Berücksichtigung der deutschen Interessen Ungarn gegenüber Rumänien in eine nachteilige Lage bringen könnte. 502 311. 22. 8. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Bled In einem Gespräch mit dem Gesandten sagte Cincar-Markovic, daß er die jugoslawisch-deutschen Beziehungen für vertrauensvoll halte, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß in den italienisch-jugoslawischen Beziehungen keine ernsthafte Änderung eintreten werde; die bulgarisch-rumänischen Verhandlungen beurteilte er günstig, die Aussichten für die rumänisch-ungarischen Verhandlungen dagegen weniger, und er machte die ungarische Regierung auch darauf aufmerksam, welche Verantwortung sie auf sich nähme, wenn sie die siebenbürgische Frage mit Waffengewalt lösen wolle. 506 1333