Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
gegenüber mißtrauische Armeeleitung bestrebt ist — folgendermaßen gestalten : anfangs werde man sich mit Truppenverschiebungen an die ungarische Grenze sowie mit einer energischen diplomatischen und Pressekampagne begnügen; im Fall von schnellen ungarischen Erfolgen und einer wohlwollenden Unterstützung durch die Achsenmächte brauche man keine jugoslawische Einmischung zu befürchten; wenn die Rumänen dagegen energisch Widerstand leisten und die Jugoslawen überzeugt sind, daß die Achsenmächte das ungarische Unternehmen nicht gutheißen, müsse man mit einer Einmischung Jugoslawiens rechnen; bei einer sowjetisch-ungarischen Zusammenarbeit würde Jugoslawien unbedingt ruhig bleiben. 334 201. 16. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den AußenminiLondon ster Der Gesandte äußerte Cadogan gegenüber, daß die Anerkennung des tschechischen Nationalkomitees als tschechoslowakische Regierung durch Großbritannien nur beweise, daß die englische Regierung die de facto schon aufgehobenen Friedensverträge künstlich wieder zum Leben erwekken wolle; Cadogan äußerte, daß hierin noch keine Entscheidung gefallen sei; von Rumänien sprach er wie von einem Staate, der sich völlig Deutschland ausgeliefert habe. 335 202. 16. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den AußenminiAnkara ster Saracoglu erklärte, daß der englisch-türkische Bündnisvertrag dann in Kraft träte, wenn die Türkei angegriffen werde oder wenn die Sowjetunion an Englands Seite in den Krieg eintreten würde; die türkische Regierung bleibe bei dem Standpunkt, daß ein eventuelles Abkommen mit der Sowjetunion nicht im Widerspruch zum Mittelmeer-Beistandspakt der Türkei stehe ; nach Meinung des Gesandten strenge die Türkei die Annäherung von Moskau und London gegen die Achsenmächte an. 336 203. 16.7. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Budapest Unter Berufung auf die neueste Kampagne der rumänischen Presse, in der Rumäniens völlige Intransigenz gegenüber der Gebietsrevision betont wird, solle der Gesandte im Außenministerium zum Ausdruck bringen, daß es nützlich wäre, wenn die deutsche und die italienische Regierung der rumänischen Regierung klarmachen würden, daß sie mit ihrer Pressekampagne den für die Achsenmächte wichtigen Frieden in Südosteuropa störten. 337 204. 17. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenminiBukarest ster Nach dem italienischen Gesandten in Bukarest wäre die rumänische Regierung bereit, mit Ungarn Verhandlungen zu beginnen und auch Gebietszugeständnisse zu machen, wenn man das so einrichten könne, daß sich Rumänien nicht einem Zwange füge, sondern in höherem Interesse Opfer bringe und dafür den Schutz der Achsenmächte und ein Bündnis mit Ungarn erreichen würde; den jugoslawischen Vermittlungsversuch habe die rumänische Regierung deshalb desavouiert, weil nach ihrem Eindruck in Ungarn schon die Auffassung vorherrsche, daß Rumänien in seiner Zwangslage gar nichts anderes tun könne als den ungarischen Forderungen nachzugeben; wenn man von ungarischer Seite auch weiterhin die Zwangslage herausstellen wolle, würde man damit nur den militärischen Widerstand der Rumänen provozieren. 337 205. 17.7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenminiBukarest ster Im Zusammenhang mit dem Dokument Nr. 204: Auch der deutsche Ge1317