Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

lands sowie über die Möglichkeiten, die deutsche Invasion abzuwehren; in England hat man die Hoffnung nicht aufgegeben, daß Deutschland mit der Zeit mit der Sowjetunion zusammenstoßen wird, und suche deshalb Wege, sich der Sowjetunion anzunähern; Ungarns loyale Politik sei anerkannt; man halte das Bemühen, die Gebietsforderungen aufrechtzuerhalten, aber auf friedlichem Wege die Lösung realisieren zu wollen, allgemein für rich­tig; es verstärkt sich jene Richtung, daß England seine Interessen auf dem Kontinent aufgeben und seine Kraft zum Schutz des Mutterlandes und der Herrschaft auf dem Meere verwenden solle. 312 184. 9. 7. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Sofia Nach der Öffentlichkeit und den offiziellen Kreisen in Bulgarien habe Frank­reichs Niederlage und die Rückgliederung von Bessarabien die Regelung der gesamten durch den Friedensvertrag von Neuilly geordneten Gebiets­frage wieder aktuell gemacht; von den Gebietsfragen halte man augen­blicklich den Erwerb eines Zuganges zur Ägäis für wichtiger als die Do­brudscha; großes Interesse bekundet man für die ungarisch-jugoslawischen Beziehungen und den Standpunkt der ungarischen Regierung bezüglich der Gebietsforderungen gegenüber Jugoslawien. 314 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenmini­ster Der rumänische Außenminister äußerte vor dem jugoslawischen Gesand­ten in Bukarest, daß Rumänien seine Beziehungen zu Ungarn in Ordnung bringen möchte, inbegriffen die neue Grenze mit einem Bevölkerungsaus­tausch, eventuell auch die Frage eines Freundschaftsvertrages, und bat ihn, die jugoslawische Regierung möge sich bemühen, in Budapest festzustellen, welchen Standpunkt die ungarische Regierung in dieser Hinsicht- ein­nehme; Smiljanic bittet die ungarische Regierung um Antwort auf den rumänischen Vorschlag. 316 Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem deutschen Kanzler Adolf Hitler, dem deutschen Außenminister Joachim Ribbentrop, dem italienischen Außenminister Galeazzo Ciano sowie dem ungarischen Ministerpräsidenten Graf Pál Teleki und dem ungarischen Außenminister Graf István Csáky Teleki legt die ethnographischen, wirtschaftlichen und historischen Gründe für die ungarischen Gebietsforderungen gegenüber Rumänien dar; er er­klärt, daß die ungarische Regierung - obwohl sie den Augenblick für geeig­net sehe, die siebenbürgische Frage mit einer militärischen Aktion auch allein zu lösen - dennoch, wenn die Achsenmächte den Zeitpunkt nicht für günstig ansähen, bereit sei zu warten, sofern sie entsprechende Sicherheiten erhalte, daß ihre Forderung später erfüllt werde; Hitler erkennt an, daß Ungarn berechtigte Gebietsansprüche gegenüber Rumänien habe, halte aber den Augenblick zu ihrer Verwirklichung noch nicht für gekommen; Deutschland würde Ungarn in einem Krieg gegen Rumänien nicht unter­stützen, und Hitler bringt seine Überzeugung zum Ausdruck, daß die Aus­rüstung der rumänischen Armee besser sei als die der ungarischen; Ciano sagt, daß sich die Auffassung der italienischen Regierung mit der der deutschen Regierung decke; auch Italien würde Ungarn keine Unterstüt­zung gewähren können; Ribbentrop teilt mit, daß sich nach seinen neue­sten Nachrichten die rumänische Regierung darüber im klaren sei, daß sie Ungarn territoriale Zugeständnisse machen müsse, und sei wahrscheinlich auch auf dem Wege von Verhandlungen dazu bereit; von ungarischer Seite wird betont, daß direkte Verhandlungen mit der rumänischen Regierung nur dann zu einem Ergebnis führen könnten, wenn daran auch Deutsch­land und Italien teilnähmen; Hitler teilt mit, daß er die Absicht habe, dem 1314 185. 10. 7. 1940 Belgrad 186. 10. 7. 1940 München

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