Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

229. 14. 7. 1939 London 230. 14. 7. 1939 Berlin 231. 15. 7. 1939 Budapest 232. 15. 7. 1939 Warschau 233. 17. 7. 1939 San Sebastian 234. 17. 7. 1939 Warschau 235. 19. 7. 1939 Warschau 236. 20. 7. 1939 Warschau Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister In einer Unterhaltung mit dem Gesandten erklärt Churchill, er verstehe die Haltung der ungarischen Regierung, denn ihre Außen­politik werde durch die geographische Lage und durch wirtschaft­liche Gegebenheiten bestimmt: die Länder, die im Kriegsfalle auf Deutschlands Seite treten, würden Deutschlands Schicksal teilen; England sei militärisch und diplomatisch bereit zur Verteidigung, in einem halben Jahr auch zum Angriff; nach Informationen des Gesandten wolle Chamberlain Churchill nicht in die Regierung berufen, aus Furcht, dadurch könnten die Möglichkeiten der deutsch —englischen Annäherung gemindert werden. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Nach Meinung des englischen Botschafters in Berlin werde bis zur Beendigung der englisch —sowjetischen Verhandlungen keine Initiative in den deutsch —englischen Beziehungen erfolgen; in der Kolonialfrage wäre England bereit, mit Deutschland Verhandlun­gen zu beginnen, sofern die deutsche Regierung die Gewähr bieten würde, daß sie die zurückerhaltenen Kolonien nicht als Ausgangs­punkt für neue Expansionen benützen werde. Chiffre-Telegramm des Außenministers an alle ungarischen Gesandt­schaften Ergänzung zum Aktenstück Nr. 228. Um Mißverständnisse zu vermeiden, muß betont werden, daß die ungarische Regierung unerschütterlich an der Seite der Achsenmächte steht. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­minister Nach Auffassung der führenden Persönlichkeiten im polnischen Außenministerium ist in der Außenpolitik eine Entspannung zu verzeichnen, die mit der Änderung der öffentlichen Meinung in Deutschland und Italien erklärt wird; nach polnischer Meinung habe die deutsche Regierung nicht mit dem Widerstand der Polen und mit dem entschlossenen Auftreten der Westmächte gerechnet; Italien möchte nicht an deutscher Seite in einen Krieg eintreten, denn ein verlorener Krieg würde zum Zusammenbruch führen, ein Sieg aber wäre die deutsche Hegemonie über Italien. Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in San Sebastian an den Außenminister Wie deutsche Nachrichtenquellen besagen, würde Spanien im Kriegsfalle neutral bleiben; Mussolini versuche Berlin gegen einen Krieg zu beeinflussen; Deutschland bereite sich für Ende August militärisch auf den Beginn eines Krieges vor. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­minister Beck teilt mit, er beabsichtige die ungarisch —polnischen freund­schaftlichen Beziehungen unverändert zu erhalten; in der Danzig­Frage gehe die polnische Regierung nicht von ihrem Standpunkt ab; was die ungarisch —rumänischen Beziehungen betreffe, so sei er von Gafencus besten Vorsätzen überzeugt. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­minister Nach Graf Szembeks Auffassung würde sich Ungarn, falls sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien lockerten, auf die italienische Regierung orientieren; der Gesandte erklärt, mit einer solchen Möglichkeit würde die ungarische Regierung nicht rechnen. Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Im Zusammenhang mit Aktenstück Nr. 225 teilt der sowjetische 54* 851

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