Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

479. 131. 133. 9. 5. 1939 Warschau 9. 5. 1939 Warschau 132. 9. 5. 1939 Warschau 9. 5. 1939 Budapest 134. 11. 5. 1939 Budapest 135. 11. 5. 1939 Berlin Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Aus Rom stammende Nachrichten besagen, bei den Besprechungen zwischen Ribbentrop und Ciano sei die Aufteilung der Slowakei zwischen Deutschland und Ungarn zur Sprache gekommen; der Gesandte bittet um Anweisung, wie er eventuelle Fragen des polni­schen Außenministeriums beantworten soll. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen, minister Auf Grund eines Gespräches mit dem deutschen Botschaftsrat kommt der Gesandte zu der Ansicht, das deutsche diplomatische Personal in Warschau hält den deutsch —polnischen Krieg nicht für isolierbar; der Gesandte teilt seine Vorstellungen mit, die er dem deutschen Botschaftsrat gegenüber ausgeführt hat und berich­tet, er versuche seine Möglichkeiten gegen die Vertiefung der deutsch —polnischen Gegensätze zu nutzen. Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­minister Im Anschluß an das Aktenstück Nr. 116 Íjat der Gesandte Graf Szembek die Schwerpunkte der deutsch —ungarischen Besprechun­gen in Berlin mitgeteilt, wobei er die Momente hervorhob, die er zur Beruhigung der polnischen Regierung geeignet hält; er betonte, daß die Haltung der polnischen Presse in Ungarn einen schlechten Eindruck hervorrufe. Chiffre-Telegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschuu Als Antwort auf die Aktenstücke 126 und 130 teilt er mit: die ungarische Regierung besteht auf der Unverletzbarkeit der pol­nisch —ungarischen Grenze; in Berlin habe man in keiner Weise um Ungarns Teilnahme an polenfeindlichen Aktionen ersucht; es besteht keine Kenntnis darüber, daß Ribbentrop und Ciano über die Aufteilung der Slowakei verhandelt hätten; Graf Szembeks Äußerung, Ungarns politische Selbständigkeit hätte Schaden gelit­ten, kann schwerwiegende Konsequenzen in den polnisch —unga­rischen Beziehungen nach sich ziehen. Brief des Außenministers an den Generalstabschef Im Zusammenhang mit dem Aktenstück Nr. 108 teilt er mit, daß er mit dem Vorbereitungsplan für das Vorgehen gegen Rumänien einverstanden sei und die Vorbereitungen für nötig halte; vor einer endgültigen Stellungnahme ersucht er um eingehende Informierung über das Wesen der rumänienfeindlichen Propaganda und über die geplanten Maßnahmen. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­minister Der Ausbruch des deutsch —polnischen Konfliktes ist jeden Augen­blick zu erwarten; die Milderung der polnisch —deutschen Span­nungen kann nur durch Vermittlung erreicht werden, die Vermitt­lungsaktion des Papstes aber nimmt die deutsche Regierung nicht an; nach Meinung des Gesandten muß sich die ungarische Regie­rung vor Augen halten, daß Deutschland die Notwendigkeit der deutsch —italienischen Zusammenarbeit ernst nehme; nach deut­scher Auffassung sind die Westmächte nicht bereit, wegen Danzig einen Krieg zu beginnen; deutsche politische Kreise beurteilen den Ausgang eines eventuellen Krieges günstig, was durch die einheit­lichen deutsch —italienischen Streitkräfte und durch die Unter­stützung der am Antikominternpakt beteiligten Staaten gewähr­leistet sei; in Berlin verfolgt man aufmerksam die Haltung der einzelnen Staaten in allen Abschnitten der Krise. 837

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