Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 4. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

lienischeii Gesandten in Berlin, Attolico, mitgeteilt, seinen Ein­drücken nach sei die Achse auch weiterhin fest; Jugoslawien werde als italienische Interessensphäre anerkannt; Hitler schätze die Stärke der italienischen Armee. 116. 3. 5. 1939 Chiffre-Telegramm des Außenministers an sämtlichen ungarischen Budapest Gesandtschaften Information über die deutsch —ungarischen Besprechungen in Ber­lin vom 29. April bis 1. Mai 1939; die deutsche Regierung drückt ihren Wunsch aus, Ungarn möge seine Verbindungen zu Jugoslawien verbessern und seine Beziehungen zu Rumänien durch ein Minder­heitenabkommen normalisieren; Deutschland hält die Möglichkeit eines Übereinkommens mit England nicht für ausgeschlossen; den Forderungen an Polen, die Hitler in seiner Rede vom 28. April bekanntgegeben hat, werden noch weitere Ansprüche folgen: man hoffe, die englische Regierung werde mäßigend auf Warschau ein­wirken; nach Göring gehört Rumänien zur ungarischen Interessen­sphäre, Deutschland habe in diesem Gebiet nur wirtschaftliche Interessen: im Kriegsfalle hält man von Jugoslawiens Seite Neutra­lität und wirtschaftliche Unterstützung für ausreichend; im Zu­sammenhang mit der deutsch —ungarischen Interessengemein­schaft sagte Hitler: erwerben und erwerben lassen. 117. 4. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­Warschau minister Nach Informationen der halbamtlichen Gazeta Polska veröffentlicht die polnische Presse Nachrichten, daß bei Verhandlungen in Berlin die deutsch —ungarische Zollunion zur Sprache gekommen sei und eine vollkommene Unterordnung der ungarischen Außenpolitik unter die deutschen Interessen; nach Kobvlanski stammen diese Nachrichten von gutunterrichteten Mitgliedern der Nationalsoziali­stischen Partei. 118. 4. 5. 1939 Telefonisch übermitteltes Chiffre-Telegramm des ungarischen Konsuls Zagreb in Zagreb an den Außenminister Nach einer Mitteilung des polnischen Generalkonsuls in Zagreb behauptet der in Berlin lebende Woloschin, im Falle eines deutsch — polnischen Krieges würde Ungarn die deutschen Truppen durch die Karpatoukraine marschieren lassen. 119. 4. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­Warschau minister Wegen der engen Zusammenarbeit mit den Achsenmächten wächst in der polnischen öffentlichen Meinung das Mißtrauen gegenüber Ungarn; die deutschfeindliche Stimmung und die Kriegspsychose nehmen in Polen immer stärker zu. 120. 4. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Wie Informationen aus diplomatischen Kreisen besagen, hat Gafencu in Paris die Umwandlung der einseitigen Garantie in zwei­seitige Verbindlichkeit abgelehnt und ebenfalls die vorgeschlagene Erweiterung des rumänisch —polnischen Abkommens; Rumänien sei nicht bereit, mit der Sowjetunion gemeinsame Verpflichtungen zu übernehmen; Senator Bardoux hat den französischen Außen­minister aufgefordert, mit Gafencu auch über eine Besserung der rumänisch —ungarischen Beziehungen zu sprechen, dazu sei es aber offensichtlich nicht gekommen. 121. 5. 5. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Nach Ciános Meinung besteht wenig Aussicht auf eine Milderung der gegenwärtigen allgemeinen Spannung, der Ausbruch eines Krieges aber sei nicht wahrscheinlich; wegen Danzig möchte Italien nicht in einen Krieg eintreten. 53* 835

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