Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

403. 10. 3. 1939 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag Prag an den Außenminister Nach der Information des tschechoslowakischen Außenministers hätten die Unterhandlungen zwischen der zentralen Regierung und der slowakischen Regierung in Prag zu keinem Ergebnis geführt. Einzelne Mitglieder der slowakischen Regierung seien dafür, daß die Slowakei auch weiterhin im Rahmen des tschechoslowakischen Staates verbleibe, während andere ein deutsches Protektorat wünschten. Der slowakische Ministerpräsident sei seines Amtes entsetzt, und mit der Amtsführung Sivák betraut worden. In der Slowakei sei die Lage gespannt. 404. 10. 3. 1939 Aufzeichnung des Generalstabschefs an den Außenminister Budapest Auf Grund eingelaufener Meldungen teilt der Generalstabschef seine Beurteilung der Lage in bezug auf die Karpatoukraine mit. Er gibt einen Überblick über die Bemühungen der verschiedenen Staaten zur Erwerbung der Karpatoukraine und schlägt vor, die ungarische Regierung möge die Sache der Karpatoukraine mit der deutschen und polnischen Regierung bereinigen. Mit der Lösung aller Fragen bezüglich des in Frage stehenden Gebietes soll in Ungarn eine Person betraut, und in Chust ein Konsulat ins Leben gerufen werden. Im Rahmen der Honvéd gehe man — unter der Leitung aktiver Offiziere — an die Organisation illegaler, schlagkräftiger Verbände, bereit, wann immer in die Karpatoukraine einzumarschieren. 405. 10. 3. 1939 Brief des Leiters der politischen Abteilung im Außenministerium an Budapest den ungarischen Gesandten in Bukarest Anläßlich des Empfanges des rumänischen Gesandten in Warschau hätte der ungarische Gesandte Hory von Gafencu erfahren, daß dieser weiter mit Ungarn zu verhandeln wünsche. Als Vorbedingung hierfür hätte Hory die Regelung der Minderheitenfrage erwähnt. 406. 10. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Zakopane Anläßlich seines Besuches in Polen hätte Himmler erklärt, die Karpato­ukraine interessiere ihn nicht, und er mißbillige die dortige ukrainische Bewegung. 407. 10. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Zakopane Der rumänische Außenminister hätte Kobylanski gegenüber geäußert, daß Rumänien im Falle einer Angliederung der Karpatoukraine an Ungarn keine Schwierigkeiten bereiten werde. 408. 10. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Budapest Rom, Paris, London und Warschau Der Außenminister verlangt Meldungen darüber, welchen Standpunkt die Regierungen ihrer Standorte vertreten würden, wenn die Deut­schen in die Slowakei einmarschierten. 409. 11. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­Berlin minister Die Deutschen beurteilten die tschechoslowakische Lage sehr ernst, eine endgültige Ansicht hätte sich noch nicht herausgebildet. Der Widerstand der Slowaken hätte Sympathie ausgelöst. Keitel halte den geplanten Stand der tschechischen Armee für allzu hoch. Hitler würde den Wiederaufbau der tschechischen Festungen als Casus belli betrachten. 410. 11. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Der polnische Außenminister besäße keine Nachrichten über die Ab­sichten der Deutschen, in die Slowakei einzumarschieren, halte es aber für gewiß, daß man in Deutschland für die Schaffung einer unab­hängigen Slowakei unter deutschem Einfluß sei. 786

Next

/
Thumbnails
Contents