Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

259. 25. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­Rom minister Ciano sei mit dem Ergebnis seiner Belgrader Reise zufrieden. Die italienisch-jugoslawischen Beziehungen seien seines Erachtens sehr gut. Der jugoslawische Außenminister wünsche aufrichtig eine An­näherung an Ungarn, könne jedoch mit Rücksicht auf Rumänien kein formelles Abkommen treffen, doch vermittle er gern in Bukarest, wenn Ungarn in Rumänien keine Gebietsforderungen geltend mache. 260. 25. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen provisorischen Budapest Geschäftsträger in Berlin Der Geschäftsträger möge Weizsäcker mitteilen, Stojadinovié sei geneigt, die ungarisch-jugoslawischen Beziehungen weiter auszu­bauen, ein Abkommen jedoch könne er nur nach vorheriger Zustim­mung Rumäniens unterfertigen, würde aber trachten, diese zu erzielen. Der Außenminister teilte Stojadinovié mit, daß das gleiche Abkom­men wie mit Jugoslawien mit Rumänien nicht zustande kommen könne. Er hätte den Eindruck, daß Stojadinovic in ungarisch-jugosla­wisch-rumänischer Hinsicht eine Blockpolitik anzuregen wünsche. Ohne Deutschlalnd und Italien sei er jedoch gegen eine solche. 261. 25. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Belgrad Der Gesandte möge Stojadinovic informieren, daß mit Rumänien — vorläufig inoffiziell — Verhandlungen in bezug auf die Frage der Minderheiten in Gang Seien. Erwiesen sich diese als erfolgreich, so sei zu hoffen, daß sich die Atmosphäre bessern werde. Mit Rumänien könne unter keinerlei Umständen ein gleiches Abkommen zustande kommen wie mit Jugoslawien, das Maximum wäre das Abkommen von Bled. 262. 25. 1. 1939 Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Berlin an den Außenminister Berlin Der Geschäftsträger informierte Staatssekretär Woerman, der ihm seine Informationen über die Unterhandlungen zwischen Ciano und Stojadinovic mitteilte, über die italienisch-jugoslawischen Verhand­lungen. Ciano unternähme weitere Schritte im Interesse einer unga­risch-jugoslawischen Annäherung. Uber die Franzosen hätte er sich abfällig, über die Engländer zufrieden geäußert. Stojadinovié wünsche nicht dem Antikominternpakt beizutreten und halte auch den Aus­tritt aus dem Völkerbund für nicht zeitgemäß. 263. 26. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Anläßlich seines Besuches in Warschau hätte Ribbentrop den Gesand­ten empfangen und mit sehr warmen Worten Csákys gedacht. Die Ursache der ungarisch-deutschen »Meinungsverschiedenheiten« suche er in den Gegensätzen bezüglich der karpatoukrainischen Frage. Er hätte die ungarische Regierung des Mangels an Aufrichtigkeit den Deutschen gegenüber gezeiht und erklärt, man könne nicht jedes politische Ziel auf einmal erreichen, aber mit den Deutschen in aller Aufrichtigkeit »Geschäfte abschließen«. 264. 26. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Andric teile nicht in jeder Hinsicht den Standpunkt von Stojadinovic. Seiner Meinung nach müsse der Anschein vermieden werden, daß der Weg eines ungarisch-jugoslawischen Abkommens über Bukarest führt. Sollte Rumänien nicht geneigt sein, seine Einwilligung zu geben, so müsse man ohne es handeln. Rumänien biete sich den demokrati­schen Staaten und der Achse an. Er sähe es gerne, wenn das ungarisch­jugoslawische Abkommen nicht vollkommen als Erfolg der Achsen­politik verbucht würde. Jugoslawien akzeptiere die Folgen, die sich aus dem Bestehen der Achse Berlin—Rom ergäben, sei aber nicht geneigt, seine Freiheit formell aufzuopfern. 765

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