Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

246. 247. 21. 1. 1939 Prag 22. 1. 1939 Paris 245. 21. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Rom Italienische Pressestimmen empfehlen ein dem geplanten ungarisch­jugoslawischen Freundschaftsvertrag ähnliches Abkommen mit Ru­mänien. Der Gesandte möge an zuständiger Stelle darauf hinweisen, daß die ungarisch-jugoslawische Lage nicht mit der ungarisch­rumänischen verglichen werden könnte. Aus diesem Grunde sei die ungarische Regierung außerstande. Rumänien gegenüber die gleiche Zuvorkommenheit an den Tag zu legen wie Jugoslawien gegenüber. Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Krno sei mit der glatten Erledigung in bezug auf den Zwischenfall von Munkács zufrieden. Die Kommission zur Ermittlung des materiel­len Schadens werde entsendet. Die restlose Annahme des Wiener Schiedsspruches und die Anbahnung wechselseitiger guter Beziehun­gen halte er für wichtig. Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Der Gesandte berichtet über die Debatte in auswärtigen Angelegen­heiten der französischen Kammer und faßt die Diskussionsbeiträge der einzelnen Abgeordneten zusammen. Die Interpellationen bezogen sich hauptsächlich auf die spanische Frage und die Politik Deutsch­lands im Osten. Im Zusammenhang damit sei man auch auf Ungarn zu sprechen gekommen. Im allgemeinen sei der Wunsch nach einer energischeren Außenpolitik geäußert worden. Was die sowjetische Außenpolitik betrifft, sei es zwischen den Rechtsparteien und den Kommunisten zu heftigen Zusammenstößen gekommen. Bonnet brachte den Bestand des französisch-polnischen Bündnisses und die Gültigkeit des französisch-sowjetischen Paktes aus dem Jahre 1935 zur Sprache. Das französisch-tschechische Bündnis und die Kleine Entente würden von vielen als praktisch nicht existierend betrachtet 248. 22. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außen­Moskau minister Der Gesandte hätte versucht, Litwinow davon zu überzeugen, daß der Beitritt der ungarischen Regierung zum Antikominternpakt nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei. Unter Berufung auf urkundliche Beweise behauptete Litwinow, daß der Pakt aggressive Zielsetzungen gegen die Sowjetunion beinhalte, was auch der ungarischen Regierung bekannt sein dürfte. Litwinow betonte, daß ihm der Beitritt Ungarns zum Pakt unverständlich sei, da die Haltung der Sowjetunion hierzu nie Ursache gegeben hätte. Ungarn würde einen hohen Preis für Ober­ungarn zahlen, und Berlin schwer auf Budapest lasten. Der Gesandte hätte Litwinow betont, daß Ungarn jenen gegenüber seine Freund­schaft zum Ausdruck bringe, die seine politischen Bemühungen unter­stützen; zu dem in Frage stehenden Schritt hätte sich Ungarn im Interesse der ungarischen Sache und nicht unter fremdem Einfluß entschlossen. Der Gesandte halte die Aussagen Litwinows für beach­tenswert, laut welchen Urkunden in seinem Besitz seien, die die aggres­siven Zielsetzungen des Antikominternpaktes gegen die Sowjetunion beweisen. Rumänien, Frankreich und wahrscheinlich auch die Tsche­choslowakei hätten sich an die Sowjetunion gewandt,damit diese gegen die Angliederung der Karpatoukraine an Ungarn auftrete, was die Sowjetunion nicht getan hätte, wodurch sie Ungarn Dienste erwiesen hätte. 249. 22. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Prag Prag an den Außenminister Infolge der Zustände an der polnischen Grenze hätte die Tschecho­slowakei zwei Jahrgänge einberufen. Nach seiner Information nähmen die Polen an der tschechischen Grenze größere Truppenzusammen­ziehungen vor. 763

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