Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

193. 9. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Prag Prag an den Außenminister Der Gesandte habe in der Angelegenheit des Vorfalls von Nagygejőez Chvalkovsky aufgesucht. Die Antwort des tschechoslowakischen Außenministers auf die Note der ungarischen Regierung laute: Seine Regierung habe alles erdenklich Mögliche veranlaßt, um eine Wieder­holung von Zwischenfällen an der Grenze zu vermeiden; in bezug auf die Schadenersatzansprüche würde er nach Erhalt der Meldung der Untersuchungskommission antworten. Die Unterbrechung der Ver­handlungen im Zusammenhang mit dem Wiener Schiedsspruch nehme er mit Bedauern zur Kenntnis. 194. 9. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Moskau Moskau an den Außenminister Der Geschäftsträger unterbreite der ungarischen Regierung die Note der sowjetischen Regierung. Die Note betone folgendes: Der Anti­komintern-Pakt sei keine Ideologie, sondern ein politischer Vertrag, der aggressive Zwecke gegen friedliebende Staaten — darunter die Sowjetunion — verfolgt. Der Beitritt Ungarns zu diesem feindlichen Pakt sei der sowjetischen Regierung unverständlich und würde die sowjetisch-ungarischen Beziehungen sofort und äußerst ernst beein­flussen. Die Sowjetunion erwarte eine je frühere Antwort auf die Note. 195. 9. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­Berlin minister Der Gesandte hätte in der Angelegenheit des Grenzzwischenfalls von Nagygejőez bei Weizsäcker vorgesprochen, dem er auf Grund des kleinen Standes der ungarischen Streitkräfte an der tschechoslowaki­schen Grenze bewies, daß nicht die Ungarn die Urheber der Grenz­zwischenfälle sein könnten.Obwohl es den Deutschen unlieb wäre, wenn die Ungarn Vergeltung übten und die Grenze überschritten, teilte der Gesandte Weizsäcker mit, daß sich dies zur Sicherung der Grenze als notwendig erweisen könnte, das Übrige hinge vom Verhalten der Tschechoslowaken ab. 196. 9. 1. 1939 Tagesbericht über die Unterredung des tschechoslowakischen Gesandten Budapest in Budapest Kobr mit Vörnle , dem ständigen Stellvertreter des ungaris­chen Außenministers Der Gesandte Kobr leugnete, daß der Grenzzwischenfall bei Munkács mit Wissen der tschechoslowakischen Regierung erfolgt sei. Vörnle bewies dies mit der Teilnahme der regulären tschechoslowakischen Truppen und empfahl der tschechoslowakischen Regierung, die An­griffe im Interesse guter nachbarlicher Beziehungen abzustellen. Gleichzeitig teilte er mit, daß die ungarische Armee — wenn sich die Grenzverletzungen wiederholen sollten — die Demarkationslinie überschreiten und in Gegenangriff übergehen würde. Die mit dem Wiener Schiedsspruch zusammenhängenden Verhandlungen könnten solange nicht fortgesetzt werden, bis die tschechoslowakische Regie­rung Genugtuung gibt. Kobr erwähnte ungarische Provokationen. 197. 9.1.1939 Tagesbericht über die Unterredung des rumänischen Gesandten in Budapest Budapest Bossy mit dem ungarischen Außenminister Csáky Csáky teilte folgendes mit: Die Neujahrserklärung des rumänischen Ministerpräsidenten sei geeignet, die Aufrichtigkeit der rumänischen Regierung in bezug auf die ungarischen Minderheiten zweifelhaft er­scheinen zu lassen. Hätte gleichzeitig auch eine Aufzeichnung über die Minoritätsbeschwerden überreicht. Bossy suchte eine Besserung im Schicksal der Minderheiten zu beweisen und setzte auseinander, daß der Außenminister Gafencu eine Verbesserung der ungarisch­rumänischen Beziehungen anstrebt. Bossy bäte ferner, über die Schwierigkeiten, die sich ergeben würden, informiert zu werden. 48* 755

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