Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
Horthy hätte bereits dem deutschen Gesandten in Budapest erwähnt, daß sich der Einmarsch der ungarischen Truppen in das karpatoukrainische Gebiet unter Umständen als notwendig erweisen würde. Diesen Schritt hielten die Deutschen für bedenklich. Käme es zu einem bewaffneten Widerstand der Tschechoslowaken, so wären sie nicht in der Lage, helfend einzugreifen. Sie beriefen sich auf den Wiener Schiedsspruch und erwarteten, daß Ungarn nur im Einvernehmen mit Deutschland handeln würde. 49. 18. 11. 1938 Bericht des provisorischen ungarischen Geschäftsträgers in Berlin an Berlin den Außenminister Die antisemitischen Atrozitäten, die sich in letzter Zeit in Deutschland abspielten, würden auch von der Mehrzahl der deutschen Bevölkerung verurteilt. Als außenpolitische Folgeerscheinung dieser Aktion sei es anzusehen, daß sich die Beziehungen Deutschlands zu den angelsächsischen Mächten, insbesondere zu England, verschlechterten; London hätte im Interesse der englischen Juden diplomatische Schritte in Berlin unternommen. 50. 19. 11. 1938 Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem deutschen Gesandten in Budapest Budapest Erdmannsdorff und dem ungarischen Außenminister Kánya, Laut Anweisung seiner Regierung teilte der deutsche Gesandte mit, daß eine ungarische Aktion in der Karpatoukraine für nicht opportun gehalten werde. Der Außenminister erklärte, die ungarische Regierung lege Gewicht darauf, Deutschland über jede Frage zu informieren, sei aber nicht in der Lage, eine eventuelle Aktion zu verhindern. 51. 19. 11. 1938 Aufzeichnung über das Telephongespräch zivischen dem ungarischen Budapest Militârattaché in Rom und dem Leiter der Abteilung VI/2 im Ministerium für Landesverteidigung Mussolini würde seine Genehmigung zur Aktion gegen die Karpatoukraine von der Zustimmung Deutschlands abhängig machen. Auf Grund der Anweisung, die er vom Oberst Andorka erhalten hatte, teilte Szabó die diesbezügliche Erklärung Erdmannsdorff mit (s. Dok. Nr. 50), die keine Abweisung darstelle, da der deutsche Gesandte nur betont hätte, die ungarische Armee sei zur Lösung dieser Aufgabe nicht stark genug. 52. 19. 11. 1938 Telephonchiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Rom Außenminister Ciano hätte den ungarischen Gesandten gewarnt: Ungarn geriete in eine schwere Krise, wenn es gegen den Willen Deutschlands in die Karpatoukraine einmarschiert. 53. 19. 11. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau In den nächsten Tagen würde eine geheime Formation polnischer Insurgenten in die Karpatoukraine einfallen. Der Gesandte werde das Namensverzeichnis der Insurgenten einsenden. 54. 20. 11. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Außenminister Beck nähme die ungarischen Pläne mit Freuden zur Kenntnis. 55. 20. 11. 1938 Telegramm des ungarischen Militärattaches in Warschau an den GeneralWarschau stabschef Der polnische Generalstabschef habe die Einsetzung von 7 Freischärler-Kompanien im Gebiet der Karpatoukraine beordert. 56. 21. 11. 1938 Telephonchiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Rom Außenminister Ciano informierte über die Protestnote der italienischen Regierung in bezug auf die karpatoukrainische Aktion. Da Deutschland seine 733