Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
35. 17. 11. 1938 Pozsony 36. 17.11.1938 Budapest 37. 17. 11. 1938 Budapest 38. 17. 11. 1938 Budapest 39. 17. 11. 1938 Budapest 40. 17. 11. 1938 Budapest Telephonchiffretelegramm des ungarischen Konsuls in Bratislava an den Außenminister Die deutsche Regierung sei nur dann bereit, auf die Besetzung von Dévény und Umgebung zu verzichten, wenn die slowakische Regierung sich sofort von Prag lostrennt; die slowakische Regierung nähme den Antrag an, erbäte sich nur Zeit für seine Durchführung. Die slowakischen Minister forderten die sofortige Abberufung der tschechischen Soldaten aus der Slowakei und die Abrüstung der in der Tschechoslowakei stationierten slowakischen Soldaten. Sollte ihr Wunsch nicht erfüllt werden, so würden sie sich von Prag abkehren. Die slowakische Regierung geriete in eine schwierige Situation, wenn die Tschechen ihre Wünsche erfüllten. Wenn sie aber die von den Deutschen angeforderten Gebiete behalten wollten, müßten sie doch mit Prag brechen. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Gesandte möge Beck mitteilen, daß die Außenpolitik der neuen ungarischen Regierung unverändert weitergeführt werde und auch in Zukunft ein großes Gewicht auf die Zusammenarbeit mit Polen lege. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Außenminister antwortet auf das im vorliegenden Band veröffentlichte Schriftstück Nr. 14. Er weist den Gesandten an festzustellen, ob die polnische Regierung ihren Standpunkt nach wie vor aufrechterhalte und Rumänien im Falle einer karpatoukrainischen Aktion auch militärisch verhindern werde, Ungarn in den Rücken zu fallen. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Außenminister weist im Zusammenhang mit dem im vorliegenden Band unter Nr. 25 veröffentlichten Schriftstück den Gesandten an, er möge an zuständigem Ort betonen, daß die karpatoukraiuische Lage unhaltbar zu werden beginne. Zahlreiche auf den Anschluß an Ungarn drängende Ansuchen träfen aus der Karpatoukraine ein, ein Umstand, der von großem Einfluß auf die öffentliche Meinung sei und nicht außer acht gelassen werden könne. Die ungarische Regierung lege diesen Bestrebungen gegenüber große Zurückhaltung an den Tag, doch stoße dies wegen der allgemeinen Meinung auf immer größere Schwierigkeiten. Die ungarische Regierung wünsche sämtliche damit zusammenhängenden Fragen mit der Regierung Deutschlands zu besprechen. Zur Information des Gesandten teile er den Inhalt des im vorliegenden Band veröffentlichten Schriftstücks Nr. 34 mit. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Der Gesandte möge Ciano mitteilen, daß von Seiten der karpatoukrainischen Bevölkerung ein starkes Streben nach Vereinigung der beiden Länder vorliege, und die Lage äußerst zugespitzt sei. Für die Folgen übernehme die ungarische Regierung keinerlei Verantwortung. Sie hoffe, die italienische Regierung werde außer dem von den Deutschen gewünschten Protest den Ereignissen keine anderen Schwierigkeiten in den Weg legen. Aufzeichnung des polnischen Gesandten in Budapest Orlowski an den Kabinettsleiter des ungarischen Außenministers Csáky Die polnische Regierung sei bereit, die ungarische militärische Aktion gegen die Karpatoukraine mit Anwendung aller diplomatischen Mittel zu unterstützen. Das bezöge sich insbesondere darauf, Rumänien von einer Intervention zurückzuhalten. 731