Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
412. 28. 9. 1938. Warschau 413. 28. 9. 1938 Budapest 414. 28. 9. 1938 Budapest 415. 28. 9. 1938 Budapest 416. 28. 9. 1938 Budapest 417. 28. 9. 1938 Budapest soll gleichzeitig mit dem deutschen erfolgen. Unter Hinweis auf die mögliche Haltung Jugoslawiens hat der ungarische Gesandte den Standpunkt, der ungarische Angriff sollt erste nach dem deutschen beginnen, aufrechterhalten. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Nach einer Äußerung des polnischen Kabinettchefs haben England und Frankreich die polnischen Gebietsforderungen anerkannt. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Entgegen den Ratschlägen von Ribbentrop und Hitler hält der ungarische Außenminister es nicht für möglich, daß eine ungarische Aktion gegen die Tschechoslowakei gleichzeitig mit einem deutschen Angriff beginnen könne; einmal wegen der ungewissen Haltung Jugoslawiens, zum anderen, weil auch Italien rät, Ungarn solle sich mit dem Angriff etwas zurückhalten. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Prag Der Gesandte wird angewiesen, dem tschechoslowakischen Außenminister Krofta mitzuteilen, der in der ungarischen Note gebrauchte Ausdruck »Donauraum« beziehe sich nicht auf alle drei Staaten der Kleinen Entente, sondern nur auf die Tschechoslowakei. Tagesbericht über das Telefongespräch zwischen dem Leiter des Kabinettbüros des Außenministers, Csáky und dem ungarischen Gesandten in Berlin Göring fährt zu den Münchener Verhandlungen, wo die Besetzung der sudetendeutschen Gebiete festgelegt werden soll. Nach Ansicht des Gesandten wäre es wichtig, daß der Reichsverweser persönlich bei Hitler intervenierte, ebenso bei Göring und möglicherweise auch bei Mussolini, damit auf dem Münchener Treffen auch die ungarische Frage zur Sprache komme. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Bukarest Jugoslawien und vor allem Rumänien haben Angst vor einer Stärkung Ungarns. Der Gesandte wird angewiesen, bei Gesprächen mit dem rumänischen Außenminister Comnen zu betonen, die ungarische Politik strebe ausschließlich danach, daß den von Ungarn bewohnten Gebieten der Tschechoslowakei die gleiche Behandlung zuteil wird wie den Sudetendeutschen, für die Slowaken und Karpatoukrainer fordere sie das Selbstbestimmungsrecht, von einer Annexion sei keine Rede, die Aktionen der ungarischen Regierung seien in keiner Weise gegen Rumänien gerichtet. Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Belgrad Der Gesandte wird angewiesen, dem Generalsekretär im jugoslawischen Außenministerium, Andric, mitzuteilen, Ungarn treibe keine Revisionshetze gegen Jugoslawien; es wäre vorteilhaft, wenn der jugoslawische Außenminister sich in Form einer Erklärung äußern würde, daß er einen ungarischen Angriff auf Jugoslawien für ausgeschlossen halte; Ungarn würde eine solche Erklärung freundlich kommentieren. Als Gegengewicht zu Comnens Vorwürfen soll der Gesandte betonen, Ungarn wünsche für die ungarische Minderheit in der Tschechoslowakei lediglich die gleiche Behandlung wie sie den Sudetendeutschen zuteil werde; für die Slowaken und Karpatoukrainer anerkenne sie das Selbstbestimmungsrecht. Das könne einer ungarisch —jugoslawischen Annäherung nicht im 996