Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

367. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in London Anweisung an den Gesandten, Chamberlain über einen Vertrauens­mann mitteilen zu lassen, die ungarische Regierung setze großes Vertrauen in ihn; Deutschland, Italien und Polen stünden auf ungarischer Seite. Das sei allgemein bekannt, so daß die ungarische Regierung für alle Komplikationen, die sich aus der Hintansetzung der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei ergeben sollten, jegliche Verantwortung ablehne. 368. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­Rom minister Nach einer Information Ciános erstreckt sich der den Franzosen vorliegende Vorschlag der englischen Regierung nicht auf die ungarische und die polnische Minderheit. — Mussolini wünscht eine nachdrückliche Betonung der ungarischen Ansprüche. Ciano legt Gewicht auf die ungarisch —polnische Grenze. Im Falle eines bewaffneten deutschen Auftretens soll sich Ungarn erst später anschließen. 369. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Der polnische Außenminister teilt mit, die Formulierung des Textes für ein politisches und militärisches Bündnis ist unmöglich. Wegen der schnellen Entwicklung der Ereignisse sei es bereits überholt. Das schließe jedoch nicht aus, eine der Lage entsprechende Verein­barung zu treffen. Er sagt absolute diplomatische und politischei Unterstützung zu. Die ungarischen Ziele kenne er nur im allgemei­nen, deshalb halte er eine gegenseitige Information für notwendig. Militärische Einheiten würden nach Schlesien, in die Gegend von Teschen gezogen. 370. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den London Außenminister Lord Halifax hat die Darlegungen der ungarischen Regierung zur Kenntnis genommen. Er teilte mit, zur Zeit seien sie vom deutsch — tschechischen Problem in Anspruch genommen. Er überreichte eine Note für die ungarische Regierung und stellte in Aussicht, die Frage der ungarischen Minderheit werde im geeigneten Moment zur Sprache kommen. Er rate zur Geduld und hoffe, die ungarische Regierung werde mit dem Inhalt der Aufzeichnung zufriedenge­stellt sein. 371. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in London Die polnischen Botschafter in London, Paris, Berlin und Rom haben auf Anweisung ihrer Regierung den zuständigen Außen­ministerien mitgeteilt, falls die deutsch —tschechoslowakische Frage nicht durch eine Volksabstimmung, sondern durch eine neue Grenzziehung gelöst werde, forderten sie für die polnische Minder­heit das gleiche Verfahren. Der ungarische Gesandte wird ange­wiesen, im Foreign Office dieselbe Forderung auch für die unga­rische Minderheit anzumelden. 372. 20. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Der polnische Außenminister ist bemüht, die Slowaken für eine ungarische Lösung zu interessieren. Der Gedanke einer polnischen Garantie für eine eventuelle slowakische Autonomie ist nicht vom Außenminister, sondern vom Staatssekretär ausgegangen. 989

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