Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

324. 9. 9. 1938 Rom 325. 10. 9. 1938 Budapest 326. 10. 9. 1938 Budapest 327. 10. 9. 1938 Berlin 328. 10. 9. 1938 Berlin 329. 10. 9. 1938 Berlin wiederherzustellen. Die Engländer würden um jeden Preis versuchen, einem Krieg aus dem Wege zu gehen oder zumindest nicht an ihm teilnehmen zu müssen; ohne sie würden sich auch die Franzosen nicht einmischen. Die deutsch—italienisch —ungarische Zusammen­arbeit sei wichtig; Italien sei auf alle Möglichkeiten vorbereitet. Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Nach Äußerungen zweier nicht näher genannter deutscher Diplo­maten hat man in Berlin kein großes Vertrauen zu Italien. Man rechnet dort sogar damit, daß Italien Deutschland im Kriegsfalle im Stich lassen würde. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Gesandte wird angewiesen, dem polnischen Außenminister Beck mitzuteilen, zuständige deutsche Kreise sprechen von der Einverleibung des tschechischen und mährischen Gebietes und erklärten, östlich der Karpaten bestünden keine deutschen Aspira­tionen. Anweisung des Außenministers an den ungarischen Geschäftsträger in Prag Der Geschäftsträger wird angewiesen, dem tschechoslowakischen Außenminister Krofta mitzuteilen, die ungarische Regierung mißbrauche nicht die schwere Lage der Tschechoslowakei, die Forderung nach einer weiterreichenden Minderheitenerklärung sei eine natürliche Folge der einmal entstandenen Lage; das Ab­kommen von Bled könne nicht sofort ein freundschaftliches Verhältnis zwischen beiden Staaten herstellen. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Staatssekretär Weizsäcker betonte, in den deutsch-ungarischen Beziehungen müßte absolute Aufrichtigkeit herrschen. Ribbentrop teilt die ungarischen Befürchtungen in jugoslawischer Hinsicht nicht; er ist überzeugt, daß Jugoslawien sich nicht einmischen wird. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister General Bodenschatz teilte vertraulich mit, Göring und Prinzregent Paul von Jugoslawien hätten eine längere Unterredung miteinander geführt; Prinzregent Paul habe versichert, Jugoslawien werde sich in einen deutsch —tschechoslowakischen Konflikt nicht einmischen, es werde auch nicht gegen Ungarn auftreten, wenn die ungarische Einmischung einige Tage später, auf eine sogenannte tschechoslowa­kische Provokation hin erfolge. Wie Bodenschatz erklärt, hängt der Zeitpunkt für die Aktion allein von Hitler ab; die Lage habe sich etwas entspannt, eine Provokation aber könne jederzeit stattfinden; Ungarn könne nicht untätig bleiben; die Deutschen seien übermäßig stark vorbereitet. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Ribbentrop behauptet mit aller Entschiedenheit, weder die Englän­der noch die Franzosen würden sich in einen deutsch —tschechoslo­wakischen Konflikt einmischen; im Falle eines Weltkrieges würden sie sich nicht nur Deutschland, sondern auch Italien und Japan gegenüber sehen; die Kraft der Sowjetunion sei gleich Null. Was Rumänien und Jugoslawien anbetrifft, so teilt er die ungarischen Befürchtungen nicht. Über einen Termin für eine deutsche Aktion äußert er sich nicht, läßt aber durchblicken, daß in naher Zukunft damit gerechnet werden kann. Der Gesandte hat den Eindruck, daß die bewaffnete Abrechnung mit der Tschechoslowakei in Kürze erfolgen wird. Er berichtet über seine Eindrücke auf dem Nürn­berger Parteitag und über seine Gespräche mit anderen Ge­sandten. 982

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